Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Mikko Rimminen
Tütenbierroman
Klappentext
Aus dem Finnischen von Stefan Moster. Die Helden in Rimminens "Tütenbierroman", drei Männer ohne Arbeit, aber mit viel Sinn für Müßiggang, treffen sich allmorgendlich an ihrem Stammkiosk. Mit ein paar Tassen Kaffee und dem einen oder anderen Bier versuchen sie, den Kater vom Vorabend zu besiegen, um dann zu ihren kleinen Streifzügen durch den Helsinkier Stadtteil Kallio aufzubrechen, jenen Stadtteil, den man auch aus Kaurismäkis Filmen kennt. Und ganz beiläufig entfaltet sich das ganze Spektrum gegenwärtigen urbanen Lebens. Marschall, Henninen und Bifi haben den Zug ins geregelte Älterwerden, Job und Freundin verpasst. Die drei bleiben in Bewegung, sie warten - nicht auf Godot, sondern auf eine Gelegenheit, mal wieder zu knobeln oder sogar auf die Liebe.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.07.2007
Für Rezensent Uwe Stolzmann klingt diese finnische Geschichte über drei halb verwahrloste Männer in einer Endlosschleife zwischen Kater und Alkoholrausch ähnlich fremd wie ihr Originaltitel: "Pussikaljaromaani". Wer Finnlands düstere oder bizarre Seiten mag, kommt auf seine Kosten, schreibt der Rezensent. Bei ihm jedoch scheint das nicht der Fall zu sein, und das alkoholische Paralleluniversum ödet ihn augenscheinlich eher an, als dass er Gefallen an der Absurdität finden kann, mit der Mikko Rimminen sie geschildert hat. Auch verschiedene, von Stolzmann eher spitzfingrig zitierte sprachliche Arabesken des Autors schlagen dem Rezensenten ziemlich auf den Magen.
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