Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Klappentext
Die Maxime "Handle unternehmerisch!" ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewusst und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild. Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen. Ulrich Bröcklings grundlegende soziologische Studie nimmt diese Ambivalenz in den Blick und spitzt sie zu einer Diagnose der gegenwärtigen Gesellschaft zu.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.07.2007
Lobend äußert sich Rezensent Harry Nutt über Ulrich Bröcklings Buch "Das Unternehmerische Selbst", scheint ihm diese Untersuchung des neuen Unternehmertums als einer Form der Subjektivierung doch überaus erhellend. Im Zentrum des Buchs sieht er die zunehmende Machtübernahme dieser Subjektivierungsform über unser alltägliches Leben, in dem jeder zum Unternehmer wird. Er bescheinigt dem Soziologen Bröckling, die Schlagwortkataloge, aus denen die neuesten Unternehmensphilosophien schöpfen, stringent zu analysieren und einen instruktiven Blick auf das Leben als "permanentes Assessment Center" zu werfen. Deutlich wird für ihn insbesondere, wie Selbstdisziplinierung und Selbstenthusiasmierung Hand in Hand unser privates Sein unablässig durchformen und bestimmen. Als wohltuend empfindet Nutt, dass Bröckling das schwere theoretische Gepäck von Foucault bis Luhmann, das er mitbringt, nicht unnötig beim Leser ablädt.
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Klanggeist der Poesie
11.03.2010: Die Zeit preist Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt" als vibrierende Meditation über die Zeit, die Wahrheit und einsame Männer. Peter Rühmkorfs Aufnahmen "Jazz und Lyrik" erscheinen ihr als Idealfall akustischer Literatur. Als Gesamtanalyse der Poplinken kann die FAZ Wolfgang Frömbergs Spex-Roman "Spucke" empfehlen. Seufzend liest die SZ die Erinnerungen des Theaterkritikers Henning Rischbieter "Schreiben, Knappwurst, abends Gäste". Und die NZZ zieht sich mit P.G. Wodehouse zurück. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst".
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Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise".
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Yasmina Khadra: Die Schuld des Tages an die Nacht
04.03.2010: Younes wird zu Jonas, als er als Kind von seinem arabischen Onkel und dessen französischer Frau in Oran angenommen wird. In seinem Leben und einer unmöglichen Liebe spiegelt sich die Spannung zwischen Orient und Okzident. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman des algerischen Autors Yasmina Khadra "Die Schuld des Tages an die Nacht". Mehr lesen


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