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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ulrich Bröckling

Das unternehmerische Selbst

Soziologie einer Subjektivierungsform

Cover: Das unternehmerische Selbst

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3518294326
ISBN-13 9783518294321
Kartoniert, 327 Seiten, 13,00 EUR

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Klappentext

Die Maxime "Handle unternehmerisch!" ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewusst und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild. Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen. Ulrich Bröcklings grundlegende soziologische Studie nimmt diese Ambivalenz in den Blick und spitzt sie zu einer Diagnose der gegenwärtigen Gesellschaft zu.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.07.2007

Lobend äußert sich Rezensent Harry Nutt über Ulrich Bröcklings Buch "Das Unternehmerische Selbst", scheint ihm diese Untersuchung des neuen Unternehmertums als einer Form der Subjektivierung doch überaus erhellend. Im Zentrum des Buchs sieht er die zunehmende Machtübernahme dieser Subjektivierungsform über unser alltägliches Leben, in dem jeder zum Unternehmer wird. Er bescheinigt dem Soziologen Bröckling, die Schlagwortkataloge, aus denen die neuesten Unternehmensphilosophien schöpfen, stringent zu analysieren und einen instruktiven Blick auf das Leben als "permanentes Assessment Center" zu werfen. Deutlich wird für ihn insbesondere, wie Selbstdisziplinierung und Selbstenthusiasmierung Hand in Hand unser privates Sein unablässig durchformen und bestimmen. Als wohltuend empfindet Nutt, dass Bröckling das schwere theoretische Gepäck von Foucault bis Luhmann, das er mitbringt, nicht unnötig beim Leser ablädt.

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