Bücher der Saison
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Klappentext
Das oftmals totgesagte Latein erfreut sich wachsender Beliebtheit, und das aus gutem Grund: Lateinschüler sind die besseren Schüler. Die lateinische Sprache zu lernen bedeutet auch, die Grundlagen der abendländischen Kultur zu verstehen. Wilfried Stroh berichtet von den Ursprüngen des Lateinischen, seinem Siegeszug im römischen Imperium, seinem Niedergang und seiner Karriere als Sprache der Wissenschaft und Philosophie. Nicht unerwähnt bleibt auch, dass Latein im wahrsten Sinne des Wortes bereichernd sein kann: Mit guten Lateinkenntnissen hat man die besten Chancen, bei »Wer wird Millionär?« zu gewinnen. Doch man muss nicht unbedingt das Latinum haben, um als schlauer Kopf zu gelten: Mit lateinischen Redewendungen, die Wilfried Stroh ganz nebenbei vermittelt, kann man in jeder Unterhaltung brillieren.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2007
Nichts weniger als das Vademecum heutiger Lateiner sieht Hannes Hintermeier in diesem Buch. Die Nachricht vom Tod des Lateinischen entlockt Hintermeier ein Lächeln: Von wegen! Erstes Indiz ist ihm der Autor selbst, Wilfried Stroh, kein grauer Gelehrter, wie Hintermeier erklärt. Dass der Band nicht eben klein ausfällt, sondern neben Sprachgeschichtlichem auch die reiche Literatur und Kultur des Lateinischen mit Verve präsentiert, tut ein übriges. Kein Wunder, meint Hintermeier, wenn der Autor da entflammt. Ein bisschen weniger Euphorie hätte ihn zwar nicht weniger überzeugt, doch geht das für den Rezensenten in Ordnung. Vollkommen besänftigt durch Zeittafel, Register und reiches Literaturverzeichnis, meint er, hiermit sogar einen Schild gegen die Allmacht des Englischen in Händen zu halten. Dem (nicht nur) "ästhetischen Argument" des Autors jedenfalls, das Lateinische helfe, den Kern des Gedankens schärfer zu fassen, möchte Hintermeier gerne zustimmen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.05.2007
In den höchsten Tönen lobt Albert von Schirnding diese Geschichte der lateinischen Sprache von Wilfried Stroh. Begeisterung, Bewunderung und Sympathie bringt er diesem überaus aufschlussreichen Werk entgegen, das mit vielen Irrtümern über das Lateinische aufräumt. Besonders hebt er Strohs Grundthese hervor, wonach die Geschichte der Weltsprache Latein keineswegs von einer zweieinhalbtausendjährigen Kontinuität geprägt gewesen sei, sondern von zahlreichen Brüchen. Schirnding sieht hier das Stirb-und Werde-Prinzip am Werk und formuliert Strohs Einsicht als Paradox: " Latein ist gerade deshalb so lebendig, weil es eine tote Sprache ist." Doch findet Schirnding in dem Werk nicht nur eine kurzweilige, geistreiche und belebende Geschichte des Lateinischen, sondern auch ein "flammendes Plädoyer" für die "Latinitas Viva". Den Genuss und das Vergnügen, die die Lektüre des Werks bieten, führt Schirnding auch auf Strohs "unmittelbaren Umgang" und seine staunenswerte Vertrautheit mit seinem Gegenstand zurück sowie - nicht zuletzt - auf die reizvolle "subjektive Färbung" der Ausführungen.
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