Eine glückliche, behütete Kindheit hätte es für Thomas Buergenthal werden können, damals in Lubochna. Doch dann kamen die Deutschen: Die Familie flieht nach Polen, wird verhaftet und ins Ghetto gesperrt. Es folgt die Deportation nach Auschwitz. Als eines von nur ganz wenigen Kindern überlebt Thomas einen der berüchtigten Todesmärsche im eiskalten Winter 1944.Nach seiner Befreiung aus dem KZ Sachsenhausen erlebt er als Maskottchen der polnischen Armee den Kampf um Berlin mit, kommt schließlich in ein Waisenhaus und findet auf wundersame Weise seine Mutter wieder.Auf bewegende Weise, ganz ohne Bitterkeit, erzählt Thomas Buergenthal seine Kindheitsgeschichte.In einem Epilog schildert er überdies, wie er in seinem zweiten Leben in den USA zu einem der weltweit profiliertesten Anwälte für internationales Recht und für Menschenrechte wurde, gekrönt von seiner Tätigkeit als amerikanischer Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.05.2007
Jan Sternberg zeigt sich bewegt von der Kindheitsgeschichte des heutigen UN-Richters Thomas Buergenthal, der sein Überleben als deutsch-jüdischer Junge in Auschwitz und Sachsenhausen schildert. Zentraler Begriff dieser Kindheitsbiografie sei das "Glück", das der Junge auf seinen Stationen durch die Hölle immer wieder hatte und das ihm wider alle Wahrscheinlichkeit das Überleben sicherte, so der Rezensent berührt. Mit großer Sachlichkeit, die dennoch zu fesseln vermag, berichtet der Autor über diese Schreckenszeit und er wird dabei weder pathetisch, noch macht er seine Kindheitsgeschichte zur Anklage, stellt Sternberg bewundernd fest.
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