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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jürgen Zarusky (Hrsg.)

Stalin und die Deutschen

Neue Beiträge der Forschung

Cover: Stalin und die Deutschen

Oldenbourg Verlag, München 2006
ISBN-10 3486578936
ISBN-13 9783486578935
Kartoniert, 276 Seiten, 44,80 EUR

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Klappentext

Seit er zum Diktator der Sowjetunion und zur verherrlichten Führungsfigur des Weltkommunismus geworden war, hatte Stalin maßgeblichen Einfluss auf deutsche Angelegenheiten. Deutsche und russische Spezialisten belegen die Vielschichtigkeit des Verhältnisses, das Stalin und die Deutschen verband. Sie thematisieren Stalins Deutschlandpolitik vom Ende der 20er Jahre bis zu seinem Tod 1953, die Geschichte des deutschen Kommunismus in der Weimarer Republik und im Moskauer Exil, das Schicksal der überlebenden sowjetischen Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskriegs und das der deutschen Kriegsgefangenen sowie die Bewältigung der stalinistischen Vergangenheit. Darüber hinaus wird der Diktaturvergleich zwischen Stalinismus und Nationalsozialismus unter den Aspekten von Herrschaftslogik und Herrschaftssystem, Utopie und Massenverbrechen diskutiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2007

Instruktiv scheint Rezensent Rolf Steininger diesen Sammelband über "Stalin und die Deutschen", den Jürgen Zarusky herausgegeben hat. Die Beiträge verdeutlichen seines Erachtens, wie Stalin in mehrfacher Hinsicht die Geschichte Deutschlands bestimmte, vor, mit und nach Hitler. Lobend erwähnt er den Beitrag von Andreas Hilger über die Erfahrungen deutscher Kriegsgefangener in Stalins Sowjetunion. Daneben hebt er eine Reihe von Beiträgen hervor, die sich mit dem Themenkomplex um die Stalin-Note aus dem Jahr 1952 befassen. Zur "unendlichen Geschichte" der Stalin-Note findet er in dem Band durchaus Neues, wenn auch letztlich nichts, was den Streit endgültig beenden könnte. Besonders Jochen Laufers Beitrag liegt ihm hier am Herzen. Laufer versuche zu zeigen, dass die Einlassungen Stalins zu einer möglichen Wiedervereinigung niemals ernst, sondern reine Taktik gewesen seien. In diesem Zusammenhang begrüßt Steiniger die von Bernd Bonvitsch und Sergej Kudrjasov besorgte Veröffentlichung von Gesprächen Stalins am 1. und 7. April 1952 mit der SED-Führung in Moskau im Wortlaut. So könne der Leser seine eigenen Schlüsse ziehen.

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