Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Jürgen von der Wense
Wanderjahre
Klappentext
Herausgegeben von Dieter Heim. Der Dichter, Musiker und Wanderer Jürgen von der Wense offenbart sich in diesen Texten als empathischer Beobachter. Er beschreibt Land- und Ortschaften in einfühlsamer Genauigkeit. Wanderjahre ist nach Geschichte einer Jugend zugleich der zweite Band einer Biografie Jürgen von der Wenses. Er umfaßt den Zeitraum von 1932 bis zu seinem Todesjahr 1966.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2007
Begeistert zeigt sich Rezensent Richard Kämmerlings von Jürgen von der Wenses (1894-1966) Buch "Wanderjahre", das er als das "Vermächtnis eines Jahrhundertautors" würdigt. Der bislang nur Eingeweihten bekannte Schriftsteller, Komponist, Übersetzer und Universalgelehrte ist für ihn eine der faszinierendsten Gestalten der deutschen Literatur, ein Solitär, der sich mit Geologie, Landschafts- und Volkskunde ebenso befasst hat wie mit Theologie, Literatur oder Musik. Vorliegender Band bietet zu seiner Freude eine chronologisch angelegte Mischung aus Tagebucheintragungen, Briefauszügen und Passagen aus seinem Werk. Viel hat er über Wenses Großprojekt erfahren, deutsche Landschaften zu durchwandern und mit wissenschaftlicher Akribie zu verschriftlichen. Er betrachtet Wenses Wandern während des Nationalsozialismus gar als einen Akt des Widerstands. Dem Verlag und dem Herausgeber kann er nur danken für ihre wertvolle Arbeit. Er sieht darin einen wichtigen Schritt "zur Wiederentdeckung dieses Genies".
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.08.2007
Da Jürgen von der Wense bis zu seinem Tod 1966 lediglich Aphorismen, Essays und kurze Prosatexte publiziert hat, freut sich Hansjörg Graf, dass der Verlag Matthes und Seitz nun mit "Wanderjahre" den zweiten Teil einer Lebensbeschreibung bestehend aus Tagebucheinträgen und Briefen aus dem umfangreichen Nachlass herausgegeben hat. Durch ständigen Perspektivwechsel und Wenses Interesse an den unterschiedlichsten Gebieten nimmt der Leser an den disparaten Eskapaden des Autors teil und begibt sich so auf ein spannendes Leseabenteuer, preist der begeisterte Rezensent. Geradezu emphatisch aber wird Graf, wenn Wense als Musiker über seine Erlebnisse beim Beethovenfest oder über Komponisten Neuer Musik schreibt. Diese Passagen allein machen die Lektüre zu einem lohnenswerten Erlebnis, schwärmt Graf, der den Text insgesamt als "journalistisch und literarisch" gelungen würdigt.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








