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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 19.57 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Martha Gellhorn

Paare

Ein Reigen in vier Novellen

Cover: Paare

Dörlemann Verlag, Zürich 2007
ISBN-10 3908777267
ISBN-13 9783908777267
Gebunden, 255 Seiten, 21,90 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Hans J. Balmes. Aus dem Amerikanischen von Miriam Mandelkow. Originaltitel: Two by Two. Vier Paare, vier Novellen, ein Versprechen: In guten wie in schlechten Tagen, In Reichtum und Armut, In Gesundheit und Krankheit, Bis der Tod uns scheide. Martha Gellhorn lotet in vier ironisch eleganten, zutiefst berührenden Novellen Varianten von Paarbeziehungen aus. Eine junge Amerikanerin in Italien beobachtet an ihrem hochblütigen Prinzen späte Anzeichen von Selbständigkeit, die Gesellschaftslöwin treibt ihre lethargischen Männer zu immer neuen karrieristischen Höhenflügen, die ewig Kranke tyrannisiert Umwelt und Ehemann, und der rastlose Kriegsphotograph gibt auch im Tod das Geheimnis seiner großen Liebe nicht preis.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.05.2007

Endlich, fast 50 Jahre nach seinem Erscheinen auf Englisch, liegt nun der Novellenband von Martha Gellhorn, einer der "faszinierendsten" Journalistinnen des vergangenen Jahrhunderts, in einer deutschen Übersetzung vor, jubelt Rezensent Georg Diez. Für ihn zeigt sich die erzählerische Kunst der amerikanischen Autorin, indem sie mal aus der Perspektive des Mannes, mal aus der der Frau erzählt und so die Lebenslügen ihrer Protagonisten schonungslos aufdeckt, ohne sie dabei allerdings vorzuführen. Es handelt sich bei den allenfalls lose miteinander verbundenen Erzählungen um Geschichten von Liebe, von Selbsttäuschungen und vom Scheitern, wobei den Rezensenten die letzte Novelle, die er als "Hommage" an den berühmten Kriegsfotografen Robert Capa erkennt, am stärksten gefangen nimmt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 09.05.2007

Martin Zähringer lobt Martha Gellhorns Band "Paare", in dem vier zwischen 1954 und 1958 in London entstandene Erzählungen in einer neuen Übersetzung enthalten sind, als "wichtiges" Werk und sieht mit Vorfreude den vom Verlag versprochenen weiteren Werken der amerikanischen Autorin entgegen. Die von 1940 bis 1944 mit Ernest Hemingway verheiratete Gellhorn, die als Kriegsreporterin durch ganz Europa reiste, macht auch in diesem Band den Krieg zum Thema, sei es als Beziehungskrieg oder als Weltkrieg, erklärt der Rezensent. Er bewundert den brillanten Stil Gellhorns und preist sowohl ihren psychologischen wie politischen Scharfsinn, den sie in den Erzählungen demonstriert.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2007

Perfekt geschliffenen Edelsteinen vergleichbar glitzerten die Erzählungen des Bandes, und auch sonst habe es Martha Gellhorn in keiner Weise nötig, als zweite Ehefrau von Ernest Hemingway an dessen Ruhm teilzuhaben. Rezensentin Angela Schader betont wiederholt die "vollendete Form" dieser Prosa, die im markanten Kontrast zu den geschilderten lädierten menschlichen Beziehungen stünden. Bemerkenswert sei auch, dass die Erzählungen kaum vom abenteuerreichen Leben der Reporterin und Schriftstellerin handelten, vielmehr von meist beschädigten Liebes- und anderen Beziehungen, die Martha Gellhorn mit "resignierter Behutsamkeit" zeichne. Beispielsweise die Dreiecksgeschichte einer schwerkranken Frau mit ihrem Mann und seiner Geliebten. Hier streife, so die Rezensentin, die Autorin zwar das Klischee, spiele aber wiederum damit und entschlüpfe der Situation mit einem gnadenlosen Selbsteingeständnis des Ehemannes. An der letzten Erzählung habe Martha Gellhorn besonders gehangen, sie sei ein Denkmal an den befreundeten Fotografen Robert Capa. Besonderes Lob zollt die Rezensentin auch der "bestechenden" Neuübersetzung durch Miriam Mandelkow.

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