Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter-Ferdinand Koch

Die Geldgeschäfte der SS

Wie deutsche Banken den schwarzen Terror finanzierten

Cover: Die Geldgeschäfte der SS

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2000
ISBN-10 3455112854
ISBN-13 9783455112856
Gebunden, 288 Seiten, 20,40 EUR

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Klappentext

Die SS war keineswegs nur ein staatliches Terrorinstrument, sondern besaß ein regelrechtes Geschäftsimperium, zusammengefasst unter dem Holding-Dach der "Deutschen Wirtschaftsbetriebe GmbH". Die SS besaß Aktienanteile, zum Beispiel an den I.G. Farben, Rheinstahl oder den Vereinigten Stahlwerken, und beteiligte sich aktiv und passiv an vielerlei Geschäften. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von den deutsche Großbanken, allen voran der Dresdner Bank, aber auch der Deutschen Bank, die etwa bei Arisierungen und der Vermarktung von "Jüdischem Nachlass" behilflich waren. Peter-Ferdinand Koch beschreibt die Geeschäftsbeziehungen zwischen deutschen Banken und der SS und zeigt, wie die Kreditinstitute ihre dunklen Geschäfte bis heute zu verschleiern trachten. Mit zahlreichen Dokumenten und einer Auflistung aller Unternehmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt haben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.07.2000

Verwundert zeigt sich Christopher Kopper darüber, dass ein früheres Buch des Autors über die Geldgeschäfte der Dresdner Bank mit der SS völlig unbeachtet blieb. Nun legt der Autor ein das Thema erweiterndes Buch über "Die Geldgeschäfte der SS" vor, das bei Kopper auf zweigeteiltes Echo stößt. Anschaulich dargestellt findet der Rezensent die Karriere von Oswald Pohl, der zum Finanzchef des verflochtenen SS-Firmenimperiums aufstieg. Obwohl die Ausbeutung der KZ-Häftlinge in den SS-eigenen Betrieben einerseits äußerst "profitabel" war, wiesen viele Betriebe aufgrund betriebswirtschaftlicher Unerfahrenheit der SS-Offiziere Verluste auf. Kopper vermisst darum auch eine überzeugende Erklärung dafür, warum die Dresdner Bank sich in immer größere Abhängigkeit von der SS begab und deren immer ungünstigere Zinskonditionen akzeptierte. Eine klare Antwort darauf verspricht sich der Rezensent durch die noch in Arbeit befindlichen Studie des Hannah-Arendt-Instituts über die Geschichte der Dresdner Bank im Nationalsozialismus.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren