Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Patricia Highsmith

Leute, die an die Tür klopfen

Roman

Cover: Leute, die an die Tür klopfen

Diogenes Verlag, Zürich 2006
ISBN-10 3257064195
ISBN-13 9783257064193
Gebunden, 551 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Manfred Allie. Arthur ist 17 und liebt Maggie. Als sie schwanger wird, "löst" Arthurs Vater das Dilemma der Liebenden wie einen gordischen Knoten - mittendurch. Ein Krimi, eine Liebesgeschichte und ein zeitloser sozialkritischer Roman. 1983 zur Amtszeit Präsident Reagans geschrieben, liest sich der Roman mit den christlichen Fundamentalisten als Antihelden wie ein Porträt Amerikas unter George W. Bush.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2006

Hohe Anerkennung zollt Rezensent Jochen Schimmang diesem 1983 erschienenen Roman von Patricia Highsmith, der nun im Rahmen der Werkausgabe in deutscher Übersetzung vorliegt. Er würdigt die Fähigkeit der Autorin, die Abgründe der menschlichen Seele zu erkunden, ihre präzise Schilderung alltäglicher Begebenheiten und ihre genaue, nie klischeehafte Figurenzeichnung. Dass sie diese Kunst nicht nur im Blick auf Psychopathen und Schizophrene, sondern auch im Blick auf vergleichsweise "normale" Menschen souverän beherrscht, verdeutlicht für Schimmang vorliegendes Buch mustergültig. Die Geschichte über einen jungen Highschool-Abgänger, der seine Freundin ungewollt schwängert und dessen Bruder und Vater sich der Sekte einer religiösen Erweckungsbewegung anschließen, wirkt auf ihn über weite Strecken wie ein Entwicklungsroman. Die Katastrophe - der Bruder erschießt den Vater, weil er ihn bei seiner Doppelmoral ertappt hat - scheint ihm dann unvermutet, aber um so wuchtiger einzutreten. Sein Fazit: unbedingt lesenswert.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren