Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Hans Christoph Buch geht mit seinen Reportagen aus den Krisengebieten Afrikas sowie seinen Essays zu afrikanischer Kultur und Politik der Frage nach, warum die Entkolonisierung gescheitert und der Kontinent ins Abseits gedriftet ist. Ruanda, Liberia, Sudan, Kongo... Die Hiobsbotschaften aus den Krisengebieten Afrikas überschlagen sich seit etwa zehn Jahren. Zwar sind die Täter und Opfer für gewöhnlich schnell ausgemacht. Zahl und Ziele sogenannter Befreiungsbewegungen aber sind kaum mehr identifizierbar, die Ursachen der kriegerischen Auseinandersetzungen bleiben meist dunkel. Hans Christoph Buch hat die Krisenregionen Afrikas regelmäßig bereist. In "Black Box Afrika" kann er daher aus unmittelbarer Anschauung über die Hintergründe der verheerenden Konflikte berichten.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.06.2007
Hans Christoph Buchs hier zu einem Essay zusammengefasste Reportagen aus den Krisen- und Kriegsgebieten Afrikas findet der Rezensent zwar glaubhaft und erschütternd, Antworten auf die von Buch aufgeworfene drängende Frage nach den Gründen für "Afrikas Rückständigkeit" sucht Thomas Speckmann im Text allerdings vergebens. Dass Buch gängige Erklärungen und "rassistische Denkmuster" verwirft und Herodot zitiert, ist Speckmann dann doch zu wenig. Das hat er ähnlich schon bei Denis Johnson gelesen und wie bei Buch Hintergrund- und Ursachenforschung vermisst. Beiden Autoren empfiehlt Speckmann die Lektüre von Samuel P. Huntington über Analphabetentum, Sexismus, Korruption und dergleichen mehr auf dem afrikanischen Kontinent und dessen Gedanken, ob es nicht die unterschiedlichen Kulturen sind, die ein an Ressourcen und Manpower reiches Land hemmen können.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2006
Ob sich das alles wirklich so zugetragen hat, wie in Hans Christoph Buchs drastischen Schilderungen? Rezensent "ach" hat seine Zweifel beim Lesen der nun in diesem "Büchlein" versammelten Afrika-Artikel aus knapp zehn Jahren. Aus seiner Sicht sind sie nämlich oft eher an das Unterhaltungs- als an das Aufklärungsbedürfnis der Leser gerichtet. Besonders für seine Titelthese vom Abdriften Afrikas in Elend und Gewalt führe Buch keine "hieb- und stichfesten" und damit empirisch gestützten Belege an. Einmal ertappt der Rezensent Buch sogar bei einer "geradezu fahrlässig einseitigen Behauptung": dass nämlich der ruandische Präsident Kagame schuld am Elend und Morden in Kongo-Kinshasa sei. So sieht er Buch mit wachsendem Unmut von Konflikt zu Konflikt hetzen und ärgert sich über den Habitus des Autors, "Afrika begriffen zu haben". Den Rezensenten führt die Begegnung mit diesem Buch nämlich zu einer entgegengesetzten Meinung über den Erkenntnisstand des Verfassers in Sachen Afrika.
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