Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay. David Foster Wallace zählt seit seinem Bestseller "Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich" auch in Deutschland zu den großen amerikanischen Stimmen wie Jonathan Franzen oder Jeffrey Eugenides.
In seinen neuen Erzählungen nimmt er die zeitgenössische Wirklichkeit ins Visier und zeigt sich erneut als scharfer Beobachter, der gesellschaftliche Schwachstellen unbarmherzig ausschlachtet.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Man hat sich allgemein darauf verständigt, dass es nicht auf den Inhalt, sondern auf die Erzählweise in den Geschichten von David Foster Wallace ankommt, meint Hannes Hintermeier. Daran sei nicht nur der gewöhnlich nicht sehr geradlinige Plot von Wallace' Prosatexten schuld, sondern auch seine äußerst "avancierte" Sprache, die den Lesern ziemlich viel abverlangt. Der Ton wirke zwar mitunter etwas neunmalklug und arrogant, lasse aber nie die Künstlichkeit der Texte vergessen. Hintermeier bekennt glaubhaft seine Achtung vor diesem amerikanischen Autor und weiß auch zu würdigen, wie viel seine Prosa von den Übersetzern verlangt.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2006
Nicht realistisches Erzählen, sondern eine Art "Hyperrealität" in gewundenen, mitunter durchaus unschönen Sätzen zeichne die Texte von David Wallace aus, meint Hans-Peter Kunisch. Auch in vorliegendem Erzählband wolle der amerikanische Autor zeigen, wie hässlich die Gegenwartssprache ist und wie eng die Sprachkorsette sind, in denen die Menschen gefangen sind. Gleichzeitig gehe es Wallace aber auch darum, der Vielschichtigkeit der Wirklichkeit eine mindestens ebenso komplexe Sprache entgegenzusetzen. Die penible Beobachtung, durch die sich die Texte auszeichnen, ist für die Leser zwar mitunter durchaus anstrengend und nervend, entspricht aber dem Programm Wallaces, der es sich mit dem Einverständnis des Rezensenten offenkundig zur Aufgabe macht, alles festzuhalten, was es zu beobachten und zu wissen gibt.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








