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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Plutarch

Dialog über die Liebe

Cover: Dialog über die Liebe

Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2006
ISBN-10 3161488113
ISBN-13 9783161488115
Kartoniert, 323 Seiten, 29,00 EUR

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Klappentext

Eingeleitet, übersetzt und mit interpretierenden Essays versehen von Herwig Görgemanns, Barbara Feichtinger, Fritz Graf, Werner Jeanrond und Jan Opsomer. Plutarch gibt der Liebesphilosophie Platons eine neue Wendung: er überträgt deren Grundgedanken auf die eheliche Liebe, und er verteidigt die Bedeutung der Sexualität für Persönlichkeitsentwicklung und menschliche Bindung. Sein Dialog ist kunstvoll gebaut. Er findet während des Eros-Festes in Thespiai statt; eine Hintergrundhandlung hat Züge einer Komödie und der Autor lässt sich selbst als frischverheirateten, verliebten jungen Mann auftreten. Die Schrift wird hier vorgelegt mit einer literarisch orientierten Einführung, kritisch durchgesehenem griechischen Text, einer möglichst lesbaren deutschen Übersetzung und eingehenden Einzelerklärungen. Vier Essays verschiedener Autoren kommen hinzu: über den Eros-Kult in Thespiai, über die philosophischen Aspekte der Schrift, über sozialgeschichtliche Voraussetzungen der Gedanken über Sexualität und Ehe, über den christlichen Liebesbegriff.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.10.2006

Erfreut begrüßt Rezensent Martin Hose diese zweisprachige Ausgabe von Plutarchs "Dialog über die Liebe". Die Bedeutung Plutarchs sieht er vornehmlich darin, Grundgedanken der Philosophie, der klasssichen Literatur und des Hellenismus an sich zu bewahren. Gerade in vorliegendem Werk aber erweist sich Plutarch nach Einschätzung Hoses auch als durchaus origineller Denker. So würdigt er den Dialog als ein Plädoyer für eine von Hingabe, Treue und Gleichberechtigung geprägte Liebe zwischen Mann und Frau, was den in der Antike herrschenden Vorstellungen platonischer Männerliebe durchaus widersprach. Auch die Ausstattung des Bandes hat Hose gefallen. Besonders lobt er die Übersetzung, Einleitung und Kommentierung des Texts durch Herwig Görgemann. Daneben hebt er Fritz Grafs Essay über den Kult des Eros, Jan Opsomers Beitrag über die Rolle des Eros in Plutarchs Psychologie und Werner Jeanronds Vergleich von Plutarchs Liebesgott mit dem Neuen Testament hervor.

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