Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Daniel Defoe

Ein Essay über Projekte

Cover: Ein Essay über Projekte

Springer Verlag, Wien 2006
ISBN-10 321129564X
ISBN-13 9783211295649
Kartoniert, 251 Seiten, 24,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Herausgegeben und kommentiert von Christian Reder. "Ein Essay über Projekte" von Daniel Defoe (1697) ist ein Grundlagentext zum Projektdenken der Moderne. Seine Erfahrungen als Geschäftsmann, Bankrotteur, Politikberater, Geheimagent, Journalist, Zeitungsherausgeber machen den Autor des "Robinson Crusoe" zum exemplarischen "Citizen of the Modern World", der ständig in Projekte verwickelt ist und solche, die "von öffentlichem Nutzen" sind, propagiert (Vervollkommnung des Handels, Beschäftigung der Armen, Zirkulation und Vermehrung des Staatsvermögens, einschneidende Verbesserungen im Bank-, Versicherungs- und Gerichtswesen, Reform der Betreuung geistig Kranker, Ausbau des Straßennetzes, gleichrangige Ausbildungsangebote für Frauen). Die ausführlich kommentierte Neuausgabe dieses auf Deutsch seit langem vergriffenen Textes ermöglicht es, aktuelle Debatten zur neuen "Gegenreformation" mit Anfangsphasen reformerischer Pragmatik in Bezug zu setzen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.10.2006

Stefana Sabin ist nicht wenig erstaunt darüber, wie gut sich Daniel Defoes Essay über die Jahrhunderte gehalten hat, und das, obwohl Defoe die drängenden Themen des Jahres 1697 kommentiert. Seine Ansichten sind vom Glauben an den Fortschritt und die Moderne geprägt, und so fordert er, wie Sabin mit Genugtuung vermerkt, nicht nur eine Verbesserung der Frauenbildung, sondern auch die Einführung von "Versorgungskassen" für die Armen oder eine ans Einkommen gekoppelte Besteuerung. Aber es sind nicht in erster Linie die Vorschläge, die das Moderne des Textes für die Rezensentin ausmachen, sondern der "realistisch-kritische Blick" und der Glaube an die der Gesellschaft innewohnende Kraft zur Erneuerung. So richtig genießen konnte Sabin den dabei von Defoe angeschlagenen "gepflegt polemischen Ton" auch deshalb, weil Werner Rappl seine Aktualisierung der Übersetzung von Hugo Fischer aus dem Jahr 1890 offenbar glänzend gelungen ist.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren