Wiglaf Droste, Nikolaus Heidelbach, Vincent Klink

Wurst

Cover: Wurst
DuMont Verlag, Köln 2006
ISBN 9783832179922
Gebunden, 159 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Es geht um die Wurst - um dieses universelle, weit unterschätzte Kulturgut, die Legende unter den Lebensmitteln. Ob Blut-, Brat-, Hart- oder Mett-, die Wurst ist in aller Munde. Nur der liebe Gott weiß, was in ihr steckt: Auch wenn diese Redensart zum Siegeszug der Wurst beigetragen hat, löst sie heute Bedenken aus. Es ist an der Zeit, der Wurst ein bisschen auf die Pelle zu rücken. Starkoch Vincent Klink erinnert sich an blutige, aber beseelte Schlachttage und gibt Wurstrezepte bis hin zum Selberstopfen. Illustrator Nikolaus Heidelbach richtet mit seinen kulinarischen Stillleben die Kalte Platte an. Und Wiglaf Droste schlägt den Bogen von der Currywurst zur Wurst als Lustobjekt, von regionalen Vorlieben zum Versuch, die Welt als Wurst zu erklären.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2007

Als eines der "charmantesten Bücher der Saison" würdigt Rezensent Michael Maar diesen Band zum Thema Wurst, den Wiglaf Droste, Nikolaus Heidelbach und Vincent Klink vorgelegt haben. Besonders Heidelbachs komische Zeichnungen haben ihn begeistert. Aber auch Drostes "hübschen Pastiches" über die Wurstförderung in sächsischen Stollen sowie die Vincent Klinks Rezepte sind nach seinem Geschmack. Dem Meisterkoch attestiert er, als "temperamentvoller" Erzähler zu überraschen. Besonders seine Texte über den Schlachttag in der schwäbischen Provinz, einen Besuch des Oktoberfests mit vier afrikanischen Kollegen, das Weißbierfrühstück im Münchner Franziskaner hat er mit großem Vergnügen gelesen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006

Hinter Thomas Platts amüsant vorgetragener Kritik dieses Bandes über die Wurst verbirgt sich, so scheint es, nicht geringer Ärger. Dem Rezensenten geht die Mischung aus Kalauern, pointenlosem Geplauder und stilistischen Abstiegen in die Vulgärsprache, die um des Kontrastes Willen mit einem sich immer wieder in edle Höhen aufschwingenden Ton kombiniert werden, maßlos auf die Nerven. Wenn er schon den Beiträgen von Droste rein gar nichts abgewinnen kann, so geht er mit Klink sehr viel milder um. Immerhin habe der Koch Rezepte zu bieten, die, wenn sie schon nicht wirklich nachzukochen seien, doch zumindest einiges zur Wurst vermitteln und das sogar mit "erstaunlichem Schwung", lobt der Rezensent, der deshalb aber noch lange nicht mit dem Buch versöhnt scheint.

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