Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christian Haller

Die besseren Zeiten

Roman

Cover: Die besseren Zeiten

Luchterhand Literaturverlag, München 2006
ISBN-10 3630872468
ISBN-13 9783630872469
Gebunden, 237 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Anfang der fünfziger Jahre zieht die Familie H. in die fremde Welt eines kleinen Dorfes. Es ist eine enge, zutiefst karge Welt, in die sie verschlagen werden, und so sehr der Vater Zuversicht zu verbreiten sucht und beteuert, dass ihr Leben ein schönes Fest mit vielen Höhepunkten bleiben wird, so sehr lassen schon die ersten Tage im Dorf Schlimmes ahnen.In der Stadt, in der die Familie H. bis dahin gewohnt hatte, war es allen gut ergangen. Der Vater hatte erfolgreich eine holzverarbeitende Fabrik modernisiert und aus der Krise der ersten Nachkriegsjahre herausgeführt. Die Mutter konnte in der großen Wohnung ein halbwegs mondänes Leben führen, und die beiden Söhne sahen die breiten Straßen mit den Bäumen und Büschen als ihre private Welt an. Doch nunmehr sind diese schönen Zeiten für die Familie mit einem Schlag vorbei: Angestrengt versuchen sie in den engen Verhältnissen des zurückgebliebenen Dorfs Fuß zu fassen. Doch so sehr sie sich auch bemühen: Ihr neues Leben erweist sich als eine Herausforderung, der sie am Ende nicht gewachsen sind. Jeder für sich beginnt sich daher in eine Welt der Träume zu flüchten

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.10.2006

Nicht unbewegt lässt Samuel Moses der letzte Teil von Christian Hallers Familientrilogie. Die Söhne und ihr Verhältnis zu scheiternden oder übermächtigen Vätern findet er "unaufwendig und subtil" dargestellt. Das große Thema des Abschieds, der Spannung zwischen "Kontinuität und Bruch, Anpassung und Widerstand" sieht der Rezensent "ergreifend präzis" in einzelne Szenen heruntergebrochen, die die familiären Verlusterfahrungen spürbar werden lassen. Dass der Hintergrund der Wirtschaftswunderzeit etwas kulissenhaft geraten ist, trübt Moses' guten Eindruck kaum.

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