Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren. Sie ist jung, schön, zierlich, gehörlos und lässt sich wirklich nichts gefallen. Als Dana Halter eines Morgens ein Stoppschild überfährt, gerät sie in die Fänge der Justiz, die ihr Delikte vorwirft, die sie nie begangen hat. Es dauert Tage, bis sich herausstellt, das Dana Opfer eines Betrügers geworden ist, der mit ihrer Kreditkarte bezahlt, Schecks auf ihren Namen ausstellt- und überhaupt ihre ganze Identität gestohlen hat. Als Dana nach erniedrigenden Tagen im Gefängnis auch noch ihren Job verliert, hat sie nur noch ein Ziel: diesen elenden Betrüger, der auf ihre Kosten in Saus und Braus lebt, zu finden. Der Kampf beginnt!
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2007
Rezensentin Irene Binal ist beeindruckt von T.C. Boyles neuem Roman "Talk Talk". Ihrer Meinung nach gelingt es Boyle darin, seine Qualitäten als plaudernder Erzähler beizubehalten und trotzdem eine große emotionale Tiefe aufzubauen. Binal gefällt diese "Doppelbödigkeit", die der Autor dazu nutzt, die Welt seiner Protagonisten voller Zwischentöne zu zeichnen. Boyle erweist sich nach Meinung der Rezensentin als jemand, der überraschend tiefe Einblicke in die Psyche und die Identitätsprobleme seiner Figuren gewähren kann. Dies tut er für die Rezensentin auf eine überraschend urteilsfreie Weise.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006
Nach der Lektüre von T. Coraghessan Boyles jüngstem Roman "Talk Talk" beäugt Christoph Bartmann die Benutzung von Bankautomaten oder das Einkaufen im Internet mit ganz neuem Misstrauen. William Wilson, der Name des Datenräubers, der mit der angenommenen Identität der tauben Dana Halter allerlei Betrügereien und Straftaten begeht, erinnert den Rezensenten an eine Doppelgängergeschichte von Edgar Allan Poe. Boyle greife in seinem Roman also zwei Themen auf, das Doppelgängermotiv und das Leben mit einer Behinderung, wobei die temporeiche Geschichte zu einem guten Ende geführt wird, indem die wackere Protagonistin über ihren Widersacher siegt, wie Bartmann verrät. , der den Roman ungeheuer spannend fand.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006
Einen "modernen Amphitryon" nennt Alexander Kosenina den neuen Thriller von T. C. Boyle. Es geht um das Delikt des Identitätsdiebstahls und um den Kampf eines Opfers für Gerechtigkeit. Kosenina liest das Buch als kurzweiligen wie kafkaesken Roadmovie und sieht über Unwahrscheinlichkeiten der Handlung großzügig hinweg. Schließlich, findet er, ist das hier ein Thriller, und da gelten andere Maßstäbe. Suspense und Rasanz zum Beispiel. Dass der Rezensent zudem das Gefühl hat, der Autor wisse, was er tue, wenn er die Welt der Kleinkriminellen beschreibt und als Heldin eine Gehörlose verpflichtet ("ein Wagnis"), macht das Buch in seinen Augen nicht schlechter - ganz im Gegenteil.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2006
Verhalten enttäuscht äußert sich Rezensent Christian Seiler über das neue Buch des erfolgsverwöhnten Amerikaners T.C.Boyle. Nicht nur, dass es fast ein wenig zu kurz geraten ist, auch die Story und der Plot stellen den Rezensenten nicht wirklich zufrieden. Da habe er schon Besseres von Boyle gelesen. Im neuen Roman geht es um die "taube Schönheit" Dana, deren Identität auf etwas absonderlichen Wegen gestohlen wird. Schon der Wink mit dem postmodernen Zaunpfahl geht Herrn Seiler ein wenig auf die Nerven, und da sich im Verlauf des Roman auch wenig an der Grundkonstellation ändert, kann der Rezensent dem Versuch des klassisch gewordenen Pop-Autors und "Nutznießers der verschwimmenden Grenzen von Hoch- und Popkultur", einen Krimi zu schreiben wenig bis nichts abgewinnen.
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