Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

T.C. Boyle

Talk Talk

Roman

Cover: Talk Talk

Carl Hanser Verlag, München 2006
ISBN-10 3446207589
ISBN-13 9783446207585
Gebunden, 394 Seiten, 21,50 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren. Sie ist jung, schön, zierlich, gehörlos und lässt sich wirklich nichts gefallen. Als Dana Halter eines Morgens ein Stoppschild überfährt, gerät sie in die Fänge der Justiz, die ihr Delikte vorwirft, die sie nie begangen hat. Es dauert Tage, bis sich herausstellt, das Dana Opfer eines Betrügers geworden ist, der mit ihrer Kreditkarte bezahlt, Schecks auf ihren Namen ausstellt- und überhaupt ihre ganze Identität gestohlen hat. Als Dana nach erniedrigenden Tagen im Gefängnis auch noch ihren Job verliert, hat sie nur noch ein Ziel: diesen elenden Betrüger, der auf ihre Kosten in Saus und Braus lebt, zu finden. Der Kampf beginnt!

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2007

Rezensentin Irene Binal ist beeindruckt von T.C. Boyles neuem Roman "Talk Talk". Ihrer Meinung nach gelingt es Boyle darin, seine Qualitäten als plaudernder Erzähler beizubehalten und trotzdem eine große emotionale Tiefe aufzubauen. Binal gefällt diese "Doppelbödigkeit", die der Autor dazu nutzt, die Welt seiner Protagonisten voller Zwischentöne zu zeichnen. Boyle erweist sich nach Meinung der Rezensentin als jemand, der überraschend tiefe Einblicke in die Psyche und die Identitätsprobleme seiner Figuren gewähren kann. Dies tut er für die Rezensentin auf eine überraschend urteilsfreie Weise.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006

Nach der Lektüre von T. Coraghessan Boyles jüngstem Roman "Talk Talk" beäugt Christoph Bartmann die Benutzung von Bankautomaten oder das Einkaufen im Internet mit ganz neuem Misstrauen. William Wilson, der Name des Datenräubers, der mit der angenommenen Identität der tauben Dana Halter allerlei Betrügereien und Straftaten begeht, erinnert den Rezensenten an eine Doppelgängergeschichte von Edgar Allan Poe. Boyle greife in seinem Roman also zwei Themen auf, das Doppelgängermotiv und das Leben mit einer Behinderung, wobei die temporeiche Geschichte zu einem guten Ende geführt wird, indem die wackere Protagonistin über ihren Widersacher siegt, wie Bartmann verrät. , der den Roman ungeheuer spannend fand.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006

Einen "modernen Amphitryon" nennt Alexander Kosenina den neuen Thriller von T. C. Boyle. Es geht um das Delikt des Identitätsdiebstahls und um den Kampf eines Opfers für Gerechtigkeit. Kosenina liest das Buch als kurzweiligen wie kafkaesken Roadmovie und sieht über Unwahrscheinlichkeiten der Handlung großzügig hinweg. Schließlich, findet er, ist das hier ein Thriller, und da gelten andere Maßstäbe. Suspense und Rasanz zum Beispiel. Dass der Rezensent zudem das Gefühl hat, der Autor wisse, was er tue, wenn er die Welt der Kleinkriminellen beschreibt und als Heldin eine Gehörlose verpflichtet ("ein Wagnis"), macht das Buch in seinen Augen nicht schlechter - ganz im Gegenteil.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2006

Verhalten enttäuscht äußert sich Rezensent Christian Seiler über das neue Buch des erfolgsverwöhnten Amerikaners T.C.Boyle. Nicht nur, dass es fast ein wenig zu kurz geraten ist, auch die Story und der Plot stellen den Rezensenten nicht wirklich zufrieden. Da habe er schon Besseres von Boyle gelesen. Im neuen Roman geht es um die "taube Schönheit" Dana, deren Identität auf etwas absonderlichen Wegen gestohlen wird. Schon der Wink mit dem postmodernen Zaunpfahl geht Herrn Seiler ein wenig auf die Nerven, und da sich im Verlauf des Roman auch wenig an der Grundkonstellation ändert, kann der Rezensent dem Versuch des klassisch gewordenen Pop-Autors und "Nutznießers der verschwimmenden Grenzen von Hoch- und Popkultur", einen Krimi zu schreiben wenig bis nichts abgewinnen.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus
Anzeige
Hanser bei Facebook

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren