Mit 118 schwarz-weißen und farbigen Abbildungen. Mutter erkrankt an Lungenkrebs - wie geht die Familie damit um? Die erwachsenen Kinder schließen sich zusammen, um der Mutter beizustehen. Brian Fies schildert in diesem autobiografischen Comic den Alltag einer Familie in einer extremen Lebenssituation, ohne das Thema dabei zu trvialisieren. Er erwähnt medizinische Fakten, Behandlungsmethoden, Erfolge und Rückschläge.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2006
Als sehr empfehlenswert, möglicher Weise gerade für Krebskranke und ihre Angehörigen, präsentiert Christine Brinck diesen Comic. Besonders angesprochen fühlt sie sich durch seine Klarheit, durch die Helligkeit der Zeichnungen, durch die Nüchternheit des Berichts, die weder Trauer noch Komik ausschließt. Ganz besonders aber gefällt ihr die Konkretheit der Darstellung, in der zum Beispiel auch Probleme wie die Krankenhausbürokratie (und wie man sich dagegen wehren kann) zur Sprache gebracht werden. Auch die Geschichte des Comics erzählt Brinck: Fies stellte ihn zunächst ins Internet, und seine Mutter, seine Familie und er selbst erfuhren dadurch viel Zuspruch. Fies' Mutter starb zwei Jahre, nachdem sie den Krebs besiegt hatte, an einer anderern Krankheit. Dennoch schildert Brinck den Comic als ermutigend: Zwei Jahre Leben durch den Kampf gegen die Krankheit und das Erlebnis der Familiensolidarität sind für die Mutter, wie sie selbst in einem Nachwort schreibt, auch positive Erfahrungen gewesen.
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