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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Josef Haslinger

Zugvögel

Erzählungen

Cover: Zugvögel

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN-10 3100300572
ISBN-13 9783100300577
Gebunden, 207 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Josef Haslinger schickt in seinem neuen Buch einen Ich-Erzähler auf Reisen: nach Ostdeutschland, ins österreichische Waldviertel, nach Rovinj an der kroatischen Küste, nach Amerika. Die Ziele aber sind nur vordergründig Städte, Landschaften, Sehenswürdigkeiten, im Mittelpunkt stehen die Menschen, denen der Reisende begegnet. In den Gesprächen am Strand, an der Hotelbar oder im Flugzeug zeichnen sich erstaunliche Schicksale ab, und die Geschichte eines ganzen Lebens wird greifbar. In Wien begibt sich Haslingers Held auf die Suche nach einem Obdachlosen, in der Nähe von Leipzig will er dem letzten echten Rockmusiker einen Besuch abstatten. Ein Jahr lang fliegt er mit einem gefälschten Ausweis als Entdecker des wahren Amerika kreuz und quer durch die USA, oder er versucht einen Streit zu schlichten, der ein österreichisches Dorf spaltet. An einer Tankstelle nahe der Grenze zu New Jersey werden ihm Handschellen angelegt, ohne ersichtlichen Grund, von einem Polizisten mit Cowboyhut, Pistole und Funkgerät.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2006

Überzeugt haben Hans Christian Kosler nicht nur Josef Haslingers Romane wie etwa der Politthriller "Opernball", sondern auch seine jetzt unter dem Titel "Zugvögel" vorliegenden Erzählungen. Auch hier entwickelt die Erzählweise des Autors nach Ansicht Koslers eine regelrechte "Sogwirkung". Und das ganz ohne stilistische Mätzchen. Im Gegenteil: er bescheinigt Haslinger, ganz lakonisch und unspektakulär, dafür um so spannender zu schreiben. Spürbar bleibt für ihn stets die "Authentizität der Erfahrungen, die hier verarbeitet werden". Die Erzählungen liest Koseler als Reisen ins Innere und in die Vergangenheit. Meist im Milieu der sogenannten kleinen Leute angesiedelt, berühren sie Kosler, gerade weil "sie für sich stehen und nichts Modellhaftes haben".

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