Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Francesco Petrarca

Secretum meum

Mein Geheimnis

Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz 2005
ISBN-10 3871620599
ISBN-13 9783871620591
Kartoniert, 544 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Lateinisch - Deutsch. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Gerhard Regn und Bernhard Husss. Das Prädikat 'epochemachend' kommt wohl nur wenigen Werken mit so großer Berechtigung zu wie Petrarcas lateinischsprachigem Dialog Secretum meum (genauer De secreto conflictu curarum mearum, verfaßt um die Mitte des 14. Jahrhunderts und hier erstmals in einer zweisprachigen lateinisch-deutschen Ausgabe vorgelegt). In diesem fiktiven Gespräch zwischen dem Kirchenvater Augustinus und 'Franciscus', einem stilisierten alter ego Petrarcas, geht es um nichts weniger als um den tastenden Entwurf einer frühneuzeitlichen Subjektphilosophie, die das menschliche Individuum aus den einschränkenden Banden mittelalterlich-theologischen Denkens zu befreien trachtet und damit zentrale Wichtigkeit für den von Petrarca begründeten Renaissance-Humanismus hat. Dabei richtet sich der Blick nicht so sehr auf einen als erreichbar gedachten Gott, der die Begründbarkeit und Sinnerfülltheit der Welt garantieren könnte, als vielmehr auf den Menschen und die Problematik seiner Selbstversicherung in einer von Kontingenz geprägten Umwelt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.01.2006

Andreas Dorschel ist nicht ganz einverstanden mit der Übertragung dieser "Geburtsurkunde" des neuzeitlichen Individuums. Seine Bedenken bringt er in einer Polemik gegen die Gewohnheit der Übersetzer zum Ausdruck, aus dem lateinischen Verbum "periculum" immerzu das "Risiko" zu machen, als wär?s der Text einer Versicherungsgesellschaft - wo doch die "Gefahr" wörtlich gemeint ist. Gleichwohl: Das zwischen 1347 und 1353 verfasste "Secretum meum (Mein Geheimnis)" von Petrarca, das auch eine sehr selbstbewusste Auseinandersetzung des Autors mit Augustinus beinhaltet und - in sehr wohlgesetzten Worten - die "Rhetorik des Abscheus über die Welt auf die Spitze treibt", ist laut Dorschel trotzdem ein Muss. Und auch die Arbeit der Übersetzer sei im Verbund mit dem lateinischen Orginaltext, dem Kommentar und dem Nachwort als "Reiseführer" durchaus zu gebrauchen, schließt der Rezensent versöhnlich.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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