Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Carmen Laforet

Nada

Roman

Cover: Nada

Claassen Verlag, Berlin 2005
ISBN-10 3546003942
ISBN-13 9783546003940
Gebunden, 334 Seiten, 20,00 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Mario Vargas Llosa. Aus dem Spanischen übersetzt von Susanne Lange. Als Andrea zu Beginn der vierziger Jahre nach Barcelona kommt, erwartet die junge Studentin der zermürbende Alltag mit ihrer Familie. Eine bizarre Gemeinschaft, in der jeder des anderen Feind ist: Die senile Großmutter, die bigotte Tante Angustias, der zwischen Genie und Wahnsinn schwankende Onkel Ramon, der brutale Juan und seine dümmliche Frau Gloria. Andrea erlebt fasziniert und abgestoßen zugleich diese Welt der Hoffnungslosigkeit, Armut und gegenseitigen Zerstörung. Nach und nach entdeckt sie die Abgründe eines jeden Familienmitglieds. Carmen Laforets existenzialistisches Debüt wurde 1945 über Nacht zur literarischen Sensation, ausgezeichnet mit dem - zum ersten Mal vergebenen - Premio Nadal.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2006

Walter Haubrich freut sich über die deutschsprachige Neuauflage dieses seit den fünfziger Jahren vergriffenen Romans, der die spanische Literatur nachhaltig verändert hat. Thema ist die "materielle, psychische und moralische Misere im Spanien der Nachbürgerkriegszeit". Auch stilistisch ist die Erzählung gut in Szene gesetzt: Carmen Laforet vermeide Gemeinplätze. Auch die nach Haubrich gelungene Übersetzung von Susanne Lange trägt dazu bei, dass der Roman auch heute noch authentisch wirkt. Dass der Roman seinerzeit von der Zensur genehmigt wurde, liegt nach Einschätzung des Rezensenten auch nur daran, dass erwartet wurde, der Roman werde keine Leser finden - womit die Behörden gehörig falsch lagen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren