Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Rudolf Erich Raspe (1736-1794) war ein Universalgelehrter von internationalem Rang und schuf mit den von ihm anonym publizierten "Münchhausen"-Erzählungen über den "Lügenbaron" ein Phänomen von weltweiter Präsenz. Dieser Sammelband zeigt Raspe als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Aufklärungszeit.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.01.2006
Interessanter Mann! Rudolf Erich Raspe hatte sich als Wissenschaftler - als Geologe, Altertumkundler und Bibliothekar - schon einige Verdienste erworben, als er 1775 Hals über Kopf nach England fliehen musste, erzählt Rezensent Alexander Kosenina. Er hatte nämlich die Münzsammlung des Landgrafen in Kassel erst geplündert, dann aber so akkurat katalogisiert, dass der Diebstahl aufflog. Sein Ruf war ruiniert, auch in England, wo ihn die Royal Society auf Distanz hielt. Offenbar rappelte er sich aber wieder auf. So gab er 1785 die ersten Geschichten vom Baron Münchhausen heraus, übersetzte Georg Forsters Reisebeschreibungen und war Berater für den Bergbau in Cornwall. All dies, so der sichtlich amüsierte Rezensent, kann man in den "anregenden Beiträgen" dieses Sammelbandes nachlesen. Und das Verzeichnis von Raspes Briefwechsel mit fast zweihundert Zeitgenossen könnte auch für manchen heutigen Forscher noch anregenden Stoff bergen.
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