Bücher der Saison
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Klappentext
10 CDs mit einer Laufzeit von 524 Minuten. Die große Hörspiel-Edition umfasst 20 Jahre Highsmith-Adaption fürs Radio von 1986 bis 2005. Mit Bruno Ganz, Christian Brückner, Ulrich Matthes, Rufus Beck, Dominique Horwitz u. v. a.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2006
Für Christiane Zintzen zeigt diese Edition des Audioverlags die vortreffliche "Eignung der neurosenreichen Prosa zur akkustischen Suggestion". Und ganz nebenbei geben die hier versammelten Kriminalhörspiele auch einen Einblick in die Geschichte des Radioästhetik der letzten drei Jahrzehnte. Besonders angetan haben es der Rezensentin die NDR-Produktion "Geschichtenerzähler" mit Bruno Ganz als Sprecher und unter der Regie Hans Dieter Schwarzes aus dem Jahre 1989 und Otto Dübens Fassung der "Ehespiele" für den SWR aus dem Jahre 1986. Beide Beispiele zeigen einmal mehr eine "Queen of Crime", deren Krimis sich zwischen Einbildung und Realität entfalten und den Hörer in ein "Beziehungs-Laboratorium der stillen Unterstellungen und paranoiden Akte" entführen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.01.2006
Fast durchweg zufrieden ist Rezensent Martin Z. Schröder mit dieser Patricia-Highsmith-Hörbuchedition und gibt zu Protokoll, dass die zehn CDs mit den insgesamt sieben Hörspielen zurecht das Label "Best of" tragen würden. Besonders hebt der Rezensent das Hörspiel von Eberhard Klasse und Stefanie Hoster "Das Zittern des Fälschers" hervor, dessen atmosphärische Intensität er ausgesprochen beeindruckend fand. Von den Sprechern bekommen Rufus Beck für die Hauptrolle in Martin Zyklas Produktion "Tiefe Wasser" und Bruno Ganz für seine stimmliche Gestaltung des Schriftstellers Sydney Bartleby in Hans Dieter Schwarzes Hörfassung des Romans "Der Geschichtenerzähler" besonders gute Noten. Nur ein Hörspiel möchte der Rezensent als "Worst of" nach dem Hören am Liebsten gleich entsorgen, nämlich Matthias Pfennigs Hörfassung des Romans "Ediths Tagebuch". Zwar zählt der Rezensent den Roman zu Highsmiths faszinierendsten Büchern, doch außer des Titels habe er in dieser "dümmlichen" und zu stark gekürzte Bearbeitung mit dem Original nichts mehr gemein.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2005
"Das ist deutsche Hörspiel-Wertarbeit!" bejubelt Rezensent Peter Lückemeier diese Highsmith-Hörbuch-Edition, die er als "Fortsetzung der Literatur mit anderen Mitteln" und "Futter für die Fantasie" ausgesprochen genossen hat. Anders als in Highsmith-Verfilmungen fand er in den zwischen 1986 und heute entstandenen Lese- und Hörspielfassungen die Stoffe ohne Handlungseingriffe "kongruent" adaptiert. Ganz en passant machte diese Edition ihm außerdem klar, auf welch hohem Niveau "die öffentlich-rechtlichen Anstalten in Deutschland" Hörspiele produzieren würden. Da falle kein Wort zu viel, jede Pause käme zu ihrem Recht. Ganz besonders können ihn die Stimmen von Bruno Ganz, Maren Kroymann, Rufus Beck und des "wie immer grandiosen" Christian Brückner beeindrucken. Eine KLeinigkeit gibt es aus seiner Sicht leider doch zu bemängeln, nämlich den "etwas großsprecherische Titel" der Edition "Best of". Das ist für den Rezensenten stilistisch unter Niveau. Außerdem fehlen ihm die fünf Ripley-Romane.
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