Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 17.03.2010, 14.22 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marlene Dietrich

Nachtgedanken

Cover: Nachtgedanken

C. Bertelsmann Verlag, München 2005
ISBN-10 3570008746
ISBN-13 9783570008744
Gebunden, 187 Seiten, 20,00 EUR

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Klappentext

Deutsch von Reiner Pfleiderer. Marlene Dietrich, legendäre Film-Diva und eine der schönsten Frauen des 20. Jahrhunderts, lebte in ihren letzten Lebensjahren zurückgezogen in Paris. Dass sie ihre quälend schlaflosen Nächte mit Schreiben verbrachte, wussten nur die Familie und enge Freunde. Erst jetzt hat die Dietrich-Tochter Maria Riva die 'Nachtgedanken' ihrer Mutter freigegeben. Sehnsüchtig nach Schlaf ruft sich die Dietrich längst verlorene Weggefährten des Ruhms in Erinnerung - Schauspieler, Schriftsteller, Tänzer, Musiker: der charismatische Jean Gabin, der - von Frauen umschwirrt - ein verzweifelt trauriger Mensch war; die Chansonlegende Edith Piaf, deren zarter Körper eine gewaltige Kraft barg; Richard Burton, großer Schauspieler und wahrer Gentleman; der begnadete Komiker Charlie Chaplin, der im Leben wie ein verletztes Kind anmutete; der 'Waffenkamerad' Erich Maria Remarque oder Judy Garland mit ihrem unvergesslichen Lachen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2005

Schwatzhaft und auf anrührende Weise pompös findet Rezensent Andreas Kilb dieses "Bändchen". Allerdings möchte er die darin versammelten Texte, die Marlene Dietrich seinen Informationen zufolge (fast ausnahmslos auf Englisch) in ihren letzten Pariser Lebensjahren schrieb, weniger als Gedichte denn als Songtexte verstanden wissen. Hierüber solle man sich auch vom lyriksuggerierenden Zeilenumbruch nicht täuschen lassen. Und am liebsten würde Kilb diese Texte natürlich von Marlene höchstpersönlich gesungen hören. Da dies nicht geht, blättert er sich durch dieses Buch, das neben den Texten auch zwei Faksimiles von Marlenes "Zettelversen" und viele Fotos berühmter Weggefährten enthält. Er freut sich an manch "vergifteter Perle" darin, wundert sich aber auch über den kuriosen Zufall, dem es beispielsweise Figuren wie Ronald Reagan und Rainer Maria Rilke verdanken, nun gemeinsam in ein und dasselbe Buch gelangt zu sein

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