Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinz Janisch

Rote Wangen

(Ab 5 Jahre)

Cover: Rote Wangen

Aufbau Verlag, Berlin 2005
ISBN-10 3351040628
ISBN-13 9783351040628
Gebunden, 32 Seiten, 15,00 EUR

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Klappentext

Mit Illustrationen von Aljoscha Blau und zahlreichen bunten Bildern und Zeichnungen. Der Großvater sitzt im Schaukelstuhl und erzählt seinem Enkel von den kleinen und großen Wundern, die er in seinem Leben erlebt hat. Als kleiner Junge hat er den Fußball einmal so hoch in den Himmel geschossen, dass das Spiel vor lauter Regen abgebrochen werden musste. Ein anderes Mal konnte er mit Hilfe von kleinen Flügeln eine Runde durch den Wald fliegen. Er erzählt außerdem davon, wie er eine Brücke gebaut hat, um seine große Liebe zu besuchen, wie er aus dem Krieg heimgekehrt ist und wie er auf dem Schlitten mit einem Schneemenschen ins Wirtshaus gefahren ist. Und immer hatte er dabei rote Wangen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.11.2005

Was Iris Radisch euphorisch über Heinz Janischs "Rote Wangen" resümiert, duldet keinen Widerspruch und soll deshalb vorneweg genommen werden. "1. Die besten Bücher lügen wie gedruckt. 2. Wünschen hilft immer und zu jeder Zeit. 3. Wer jetzt noch keine Luftbrücke hat, kann das Buch ja noch lesen." Ihre Rezension ist eine Absage an die trübe Alltagswirklichkeit und Liebeserklärung an das Königreich der Phantasie, das Land vom "kleinen Häwelmann", "Pippi" und eben Aljoschas Großvater, das in "Rote Wangen" Regie führt. In Aljoschas Welt lebt der längst verstorbene Großvater unsichtbar in seinen Geschichten weiter, die er dem Enkel in seinem Schaukelstuhl erzählt hat und die ihn nun zu "herrlichen sepiafarbenen, leer geräumten Traumbildern" inspirieren. Wen wundert es da schon, dass der wunderliche Mann sich mit Flügeln in die Luft schwingt und Brücken über Flüsse baut.

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