Dieses Buch etabliert an der Schnittstelle zwischen Psychologie, Medizin, Neuro- und Verhaltenswissenschaft eine wahrnehmungstheoretische Schmerzdefinition, die auf menschlichen ebenso wie auf tierischen Schmerz anwendbar ist. Insofern es sich bei Wahrnehmungen und Schmerzen um Bewusstseinsphänomene handelt, ist die Arbeit weiterhin als exemplarischer Beitrag zu der allgemeineren Fragestellung zu betrachten, wie sich das Auftreten derartiger Phänomene an Tieren erforschen lässt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.11.2005
Als "hochkomplexes philosophisches Buch" bewertet der Rezensent Andreas Brenner Thorsten Galerts Untersuchung "Vom Schmerz der Tiere". Galert macht die Grundthesen seiner Argumentationen an Rene Descartes Automatenlehre fest und der "philosophy of mind", die behauptet, dass die Wahrnehmung von der Befähigung zur Sprache abhängt. Galert wagt nun den Umkehrschluss, dass erst die Wahrnehmung zur Ausbildung einer Sprache führen kann, aber nicht muss. Massive Kritik übt Brenner an Galerts Ansatz, sich bei seinen Betrachtungen allein auf den körperlichen Schmerz zu konzentrieren. Anhand aktueller Forschungen weist der Rezensent nun selbst nach, dass Tiere leiden können und konstatiert, dass zukünftig Versuche mit der "Tierpsyche" in eine Betrachtung miteinbezogen werden sollten.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…