Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Sämtliche hier versammelten Essays ob zu Borchardt, Nietzsche, Weber, Thomas Mann oder zum deutschen Bildungsbürger stellen sich der Frage nach Abhängigkeit und Autonomie geistiger Leistung und nach dem Zusammenhang von Freiheit und Geschichtsbewußtsein. Ergänzt werden sie durch autobiografisch geprägte Miniaturen und amüsantabgründige Einblicke in das Leben einer nicht nur architektonisch zerrissenen Hauptstadt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.01.2006
Viel kann Rudolf Walther mit Gustav Seibts Essays nicht anfangen. Schon das Vorwort und die ersten zwanzig Seiten über das Leben in Berlin findet er ärgerlich. Hier gehe Seibt unter sein Niveau, strebe eine unerreichbare Ganzheitlichkeit an und werfe anderen Werken ihre Bruchstückhaftigkeit vor. Seibt reihe krampfhaft "Kalauer an Kalauer" und bringe nicht wirklich neue Erkenntnisse. Von "Parallelwelten" wisse man schließlich schon seit der Antike, schimpft Rudolf Walther. "Wer sich so weit aus dem Fenster hängt, kann nur hinausfallen ins rundum Flache". Doch in einigen der 14 Glossen, die in den letzten zwölf Jahren in verschiedenen deutschen Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind, zeige der Autor, dass er auch anders kann. Die Charakterisierung Petrarcas als "moralisierenden Literaten und Weltfremdling" lobt der Rezensent immerhin als "treffsicher". Das abschließende Selbstporträt wiederum verdirbt Walther die zart aufkeimende gute Laune schon wieder.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.11.2005
Aus Sicht des Rezensenten geht Gustav Seibt in seinen kulturkritischen Essays eine Art Dritten Weg der "Spielräume" zwischen den negativistischen und affirmativen Extremen. Phänomene wie die Love-Parade würde Seibt auch darum nicht einfach verdammen, weil er um vergleichbare "zivilisatorische Zustände" wisse und Kulturkritik nie ohne "historische Perspektive" betreibe. Dagegen biete der Autor, so Rezensent Joachim Güntner, einige Überraschungscoups gegen Zustände einer vermeintlichen Hochkultur. Petrarca werde beispielsweise als "intellektueller Hysteriker" beschrieben, oder der heutige Kunstbetrieb und sein Diskurs als "scholastisch" und "aufgeschäumt". Trotz aller Bewunderung für die "Schatzkammern des Wissens" des Autors, "dieses spätmodernen Bildungsbürgers", weist der Rezensent gleichwohl auf dessen Fähigkeiten "zum Angeber" hin. Ein Mann wie Gustav Seibt, konzediert Güntner, habe dazu aber allemal "das Recht".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







