Aber wo und wie funktionieren diese Galerien, wer bestimmte ihre Geschichte, wer steckt hinter den klingenden Namen, die heute in aller Munde sind? Die erste umfassende internationale Geschichte des modernen Galeriesystems hat die Antworten auf diese Fragen. In anschaulichen Porträts werden führende Kunstgalerien weltweit vorgestellt, die seit 1945 nicht nur erfolgreich Kunstwerke an passionierte Sammler verkaufen, sondern auch stilprägend für die zeitgenössische Kunst waren: In diesem Buch werden die Galerien mit Text, Bildern und Informationsblock beschrieben. Hier werden die persönlichen Höhepunkte des Galerienlebens in dokumentarischen Aufnahmen ebenso wie die wichtigsten Künstler der Galerien vorgestellt - jeder wird nach Lektüre dieses ebenso unterhaltsamen wie informativen Bandes erkennen, wie individuell unterschiedlich und prägend die Galerien für die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst waren und sind.
Eine Menge abenteuerliche Anekdoten machen für Rezensentin Brigitte Werneburg eine der Qualitäten des Bandes aus. Zeigten doch gerade Geschichten wie die von Peggy Guggenheims Baseballschlägern, dass sich Galeristen, und nicht nur die Künstler, eine Menge einfallen lassen müssen, um Kunst zum richtigen Zeitpunkt richtig zu platzieren. Die selbst gesteckte Vorgabe der Herausgeber, "eine umfassende Geschichte des modernen Galeriesystems" bereitzustellen, sieht die Rezensentin dagegen nicht ganz eingelöst. Dazu gäbe es insbesondere seit den 90er Jahren zu viele Galerien, die in dem 540 Seiten starken Band nicht erwähnt werden. Mehr Galerieporträts bei geringerem Umfang wäre mehr gewesen, meint Werneburg, die auch eine "lässigere" Präsentation anrät. Denn das Sujet sei kurzlebig und sehr dynamisch. In Berlin etwa werde beinahe jeden Tag eine neue Galerie eröffnet.
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