Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Michael Zöllner. In neun fantastischen, urkomischen, manchmal rührenden Geschichten, seziert Lethem amerikanische Pop- und Straßenkultur um daraus mit schwindelerregender Stilvielfalt einzigartige fiktionale Welten zu erschaffen. Diejenigen, die Lethem seit langem schätzen, werden in den neuen Geschichten zuweilen auf Vertrautes stoßen: Erzähler, die nicht aufhören können zu plappern, glücklose Möchtegern-Detektive, einfache Menschen mit übernatürlichen, oft selbstzerstörerischen Kräften, neben Charakteren, deren neunmalkluge Schlagfertigkeit nur den eigenen bohrenden Liebeskummer verdecken soll, während sie wortreich über die bittersüßen Widrigkeiten der Liebe und die Verstrickungen der Freundschaft debattieren.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.01.2006
Lethem sei ein "moderner Märchenerzähler", meint Rezensent Hans-Peter Kunisch begeistert. Sein neuer Erzählband schaffe es, "alltägliche Figuren" mit "großen Themen" zu verknüpfen. Es geht also nicht um das (comichafte) Auftreten der vermeintlichen Superhelden, vielmehr um Menschen, die sich mit den Rätseln des Lebens beschäftigen. Von "großen Fluchten" und dem Wechsel der Identität schreibe Lethem, und das gekonnt. Alltagsereignisse wie ein Stau werden aus einer neuen Perspektive heraus beschrieben und wecken damit das Interesse des Rezensenten. Man wundere sich nicht mehr über die teils recht fantastische Sprache, sondern verstehe nach und nach, dass Kindheitsträume manchmal mehr aussagen als jeder Lebenslauf, freut sich Kunisch. Nicht alle Erzählungen seien gelungen, gibt er zu, doch die Vielfältigkeit des Autors mache das wett.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 19.10.2005
So groß der Erwartungsdruck, der auf Jonathan Lethem nach seinem Erfolgsroman "Die Festung der Einsamkeit" gelastet hat, auch gewesen sein mag - der Autor zeigt in seinem aktuellen Buch, dass er damit "geschickt und spielerisch" umzugehen wusste, lobt Rezensent Maik Söhler. Lethems neue Geschichten setzen einige alte Handlungsstränge fort, und dem Leser begegnen so einige der bekannten Figuren wieder. Im Mittelpunkt der Erzählungen stehen verschiedene Comichelden, die ein gemeinsames Schicksal teilen: Nie reichen sie an prominente Kollegen wie "Superman" heran. Der Kritiker schätzt an Lethems Stil besonders, dass dieser auf die im Comic sonst "üblichen fetten Ausrufezeichen" verzichtet und auch die "Menschen hinter den Figuren" nicht vergisst. Seine "Anlehnung ans Genre" drückt sich vielmehr darin aus, dass Letham eine "liebevolle Auswahl abseitiger Heldengestalten" trifft und "hübsche Bilder" in Worte fasst. Übertroffen wird dieses Geschick nur noch durch die "Formenvielfalt" des Autors, die der Rezensent als größten Vorzug des Bandes sieht. Science-Fiction gehöre ebenso zu Lethems Repertoire wie die Shortstory. Und am Ende wisse der Leser stets: "Menschen sind Superhelden".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







