Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Russischen übersetzt und mit einem Anmerkungsapparat versehen von Peter Urban. Die aberwitzige Reisebeschreibung einer feuchtfröhlichen Zugfahrt gehört schon heute zu den modernen Klassikern der russischen Literatur. Sein Köfferchen voller Schnaps fest ans Herz gedrückt, besteigt der Moskauer Venedikt Venicka, der den Kreml noch nie gesehen hat, weil er im Suff immer wieder daran vorbeigefahren ist, am Kursker Bahnhof den Vorortzug nach Petuski. In Petuski, wo die Vögel nicht aufhören zu singen, wo sommers wie winters der Jasmin nicht verblüht, will er seine rothaarige Geliebte und den gemeinsamen Sohn besuchen. Die Reise gerät allerdings aus der Bahn und wird zu einer einzigen Sauftour: Venicka trinkt, die Mitreisenden trinken, und sogar der Oberschaffner trinkt mit. Von Station zu Station und von Flasche zu Flasche werden Venickas Monologe und sein Gedankenaustausch mit den Reisegefährten absurder. Venickas Schicksal aber ist schon längst besiegelt: "Nach Petuski", meint die Sphinx mit blutsaugerischem Lachen, "kommt überhaupt keiner ..."
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2005
Lob für alle von Ilma Rakusa: Wenedikt Jerofejew versteht sein Handwerk - das des Dichters - ebenso wie Peter Urban dasjenige des Übersetzers. Die schon längst legendäre literarische Reise "Moskau-Petuschki" kann der deutsche Leser nun noch einmal machen, in neuer, "souveräner" Fassung. Einen "kühnen Charme" besitze dieses Werk, urteilt Rakusa; der Roman ist grotesk, ironisch, poetisch, voller delirierend-gewagter Bilder. Mit einem "extrem dichten, anspielungsreichen Text" habe man es zweifellos zu tun, so Rakusa, und Anerkennung verdient Übersetzer Urban für seine "pedantisch ausführlichen Kommentare", die Jerofejews profunde Gelehrsamkeit durchschaubar machen sollen. Gleichwohl - dem Werk nähert man sich am besten ohne allzu viele Ausdeutungsambitionen, meint Rakusa, denn im Rausch verlieren sich leicht die Grundlagen "allzu rigoroser Auslegung".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2005
Ulrich Horstmann findet Wenedikt Jerofejews Säufer-Saga richtig gut und vergleicht sie mit einem "Spitzendestillat", das im "obersten Regal" neben Joseph Roths "Legende vom heiligen Trinker" anzusiedeln sei. Wenedikt Jerofejew, ein "Querkopf und Schlitzohr", erzählt darin die Geschichte einer Eisenbahnreise in den Frühling von Petuschki, die sich in eine "Höllenfahrt" verwandelt. Dringend empfiehlt der Kritiker dem Leser, sich diesem "Rausch" hinzugeben; schließlich hat es lange genug gedauert, bis das vom Sowjetregime einst verbotene Buch den Sprung in die Öffentlichkeit geschafft hat. Warum der deutsche Übersetzer das Werk aber nun mit hundert Seiten Erläuterungen versehen hat, kann der Rezensent nicht verstehen. Er findet die "Verakademisierung", den "dozierenden Tritt in die Kniekehlen", der den Leser in eine "Anbetungshaltung" bringen soll, völlig überflüssig und unangebracht. Und gibt dem Leser den Rat, "ohne diese Fahrkarte" in Jerofejews Werk einzusteigen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








