Hubert Burda ist einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands. Sein Medienimperium umfasst 239 Zeitungen und Zeitschriften in 19 Ländern, sein Vermögen wird auf über 2 Milliarden Euro geschätzt - damit ist ihm ein vorderer Platz in der Forbes-Liste der weltweit Reichsten sicher. Im Verlag herrscht Burda wie ein Fürst. Mit Focus brach er die Vorherrschaft des Spiegel. Sein Engagement für Literatur, Kunst und Wissenschaften verschafft ihm gesellschaftliches Ansehen weit über seinen wirtschaftlichen Erfolg hinaus. Dr. Hubert Burda ist ein unkonventioneller Unternehmer und eine schillernde Persönlichkeit. Gisela Freisinger erzählt seine ungewöhnliche Geschichte, besichtigt sein Medienimperium und zeigt, wie er darin die Fäden zieht.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Vierhundert Seiten über Hubert Burda! Das muss zu viel sein, denkt man, bevor man mit der Lektüre begonnen hat. Hat man angefangen, ist man freilich verloren. Gisela Freisinger hat ein Drehbuch geschrieben, in dem außer Mord alles vorkommt. Aber da die Geschichte ja weitergeht, ist auch der noch drin. Wie es weitergeht, erfährt man leider nicht von Gisela Freisinger, sondern vom Leben selbst. Das hat zwar die besten Geschichten, aber es schreibt viel schlechter. Gisela Freisingers Hubert-Burda-Biografie ist ein seltener Glücksfall. Die Autorin hatte Zugang zu vielen sonst verschlossenen Quellen. Burda hat ihr auch einige seiner Tagebücher zur Verfügung gestellt. Dennoch ist das Buch keine Heiligengeschichte geworden. Sondern eine spannende, die Fantasie auf jeder Seite in Bewegung setzende Geschichte. Der Krieg zwischen den Eltern, der Krieg zwischen den drei Burda-Söhnen. Dass der Jüngste und Kleinste - wie im Märchen - der Sieger ist, das wussten wir schon, aber dass er es nicht allein durch Schläue und Härte wurde, sondern auch durch tausend Erniedrigungen hindurch, das habe ich erst hier gelernt... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.09.2005
Wenn über Hubert Burda gesprochen wird, fürchtet Oliver Gehrs, kommt man nicht um Metaphern herum. Insofern scheint Gisela Freisinger schon die richtige Autorin zu sein für eine Biografie des erfolgreichen Verlegers, meint der Rezensent. Wortgewaltig berichtet sie aus Burdas Leben, in dem dann schon mal der Verlag "mit den scharf gewetzten Messern der Missgunst und Gier zerstückelt" wird, staunt Gehrs, denn seiner Meinung nach brauche das Buch gar keine so dramatischen Schilderungen. Spannend ist das Leben Burdas auch ohne sprachliche Verdrehungen; von den Eltern gedemütigt und verhöhnt, ist er schließlich zur "Lichtgestalt" der Medienwelt aufgestiegen, gibt sogar der Rezensent zu. Zwar kreidet Gehrs Freisinger an, aus Burdas Leben "einen einzigen Kampf" gemacht zu haben, aber trotzdem hat er es ganz gern gelesen und lobt Freisinger für dieses Vorlage eines "ZDF-Films aus der Romantik-Schmiede".
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