Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Cees Nooteboom ist viele Jahre seines Lebens unterwegs gewesen, hat sich als Reisender Prüfungen und Erfahrungen ausgesetzt, die seine Existenz als Schriftsteller auf besondere Weise beeinflusst, ja geprägt haben. Dabei hat es ihm die arabische Welt schon in jungen Jahren angetan, und so hat der Autor, der "das Sehen" zu seinem "Spezialgebiet gemacht" hat, nicht nur in Erzählungen und Reportagen, in Feuilletons und Glossen, sondern auch in Gedichten und poetischer Prosa auf Eindrücke reagiert, die ihm das arabische Gegenüber geboten hat. In "Der Laut seines Namens" schreibt Nooteboom über eine Begegnung in und mit Marrakesch, eine Reise durch den Atlas, eine ganz besondere Nacht in Tunesien sowie über das so eigene und eigenwillig schöne "Mondland Mali", über Erlebnisse in Dörfern und Städten, die uns bis vor kurzem unbekannt waren, aber auch über Erfahrungen mit dem - arabischen - Fremden vor der eigenen Haustür, zum Beispiel in Amsterdam. Cees Nooteboom nimmt uns mit hinein in seine Abenteuer, und es ist an uns, den Lesern, den Weg mit ihm, dem Schriftsteller, zu teilen. Oder, wie Goethe es gesagt hat: "Der Weg ist begonnen, vollende die Reise."
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2005
Die meisten der Reisen, die Cees Nooteboom hier beschreibt, sind, in seinen eigenen Worten, "unschuldige Reisen". Unschuldig, weil er sie unternommen hat, bevor die islamische Welt bedrohlich erschien. Und doch, schreibt Elmar Schenkel, offenbaren sie, vollzieht man sie heute lesend nach, die "gegenseitige Unwissenheit". Doch haben die Texte viel mehr als nur belegenden Wert, sind sie doch verfasst worden von einem Autor, der die Welt schon immer verwundert und reflektiert zugleich wahrnahm, sehend und denkend. Außerdem: "Was lässt sich nicht alles nebenbei von ihm lernen", während er in Marokko oder Indien unterwegs ist, zum Beispiel über niederländische Autoren, von denen man bislang nur mal gehört hatte. Und: Das Nachwort, in dem Nooteboom seine Reisen aus heutiger Sicht betrachtet, um "ein Schlaglicht auf unser gegenwärtiges Verhältnis zum Islam und des Islam zu uns" zu werfen - das "hat es in sich"!
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