Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 22.02.2012, 15.59 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Cees Nooteboom

Der Laut seines Namens

Reisen durch die islamische Welt

Cover: Der Laut seines Namens

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3518456687
ISBN-13 9783518456682
Gebunden, 229 Seiten, 10,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Cees Nooteboom ist viele Jahre seines Lebens unterwegs gewesen, hat sich als Reisender Prüfungen und Erfahrungen ausgesetzt, die seine Existenz als Schriftsteller auf besondere Weise beeinflusst, ja geprägt haben. Dabei hat es ihm die arabische Welt schon in jungen Jahren angetan, und so hat der Autor, der "das Sehen" zu seinem "Spezialgebiet gemacht" hat, nicht nur in Erzählungen und Reportagen, in Feuilletons und Glossen, sondern auch in Gedichten und poetischer Prosa auf Eindrücke reagiert, die ihm das arabische Gegenüber geboten hat. In "Der Laut seines Namens" schreibt Nooteboom über eine Begegnung in und mit Marrakesch, eine Reise durch den Atlas, eine ganz besondere Nacht in Tunesien sowie über das so eigene und eigenwillig schöne "Mondland Mali", über Erlebnisse in Dörfern und Städten, die uns bis vor kurzem unbekannt waren, aber auch über Erfahrungen mit dem - arabischen - Fremden vor der eigenen Haustür, zum Beispiel in Amsterdam. Cees Nooteboom nimmt uns mit hinein in seine Abenteuer, und es ist an uns, den Lesern, den Weg mit ihm, dem Schriftsteller, zu teilen. Oder, wie Goethe es gesagt hat: "Der Weg ist begonnen, vollende die Reise."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2005

Die meisten der Reisen, die Cees Nooteboom hier beschreibt, sind, in seinen eigenen Worten, "unschuldige Reisen". Unschuldig, weil er sie unternommen hat, bevor die islamische Welt bedrohlich erschien. Und doch, schreibt Elmar Schenkel, offenbaren sie, vollzieht man sie heute lesend nach, die "gegenseitige Unwissenheit". Doch haben die Texte viel mehr als nur belegenden Wert, sind sie doch verfasst worden von einem Autor, der die Welt schon immer verwundert und reflektiert zugleich wahrnahm, sehend und denkend. Außerdem: "Was lässt sich nicht alles nebenbei von ihm lernen", während er in Marokko oder Indien unterwegs ist, zum Beispiel über niederländische Autoren, von denen man bislang nur mal gehört hatte. Und: Das Nachwort, in dem Nooteboom seine Reisen aus heutiger Sicht betrachtet, um "ein Schlaglicht auf unser gegenwärtiges Verhältnis zum Islam und des Islam zu uns" zu werfen - das "hat es in sich"!

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Mit offenem Visier

22.02.2012: So spannend und lehrreich wie Siddharta Mukherjees Buch "Der König aller Krankheiten" wünscht sich die FAZ Medizingeschichte. Die FR liest bei Antonio Lobo Antunes nach, wie sich auch bei ihm eine igelige Frucht einnistete. Ganz schön perplex ist die taz nach Lektüre von Dietmar Daths und Barbara Kirchners Manifest "Der Implex". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

F.C. Delius: Als die Bücher noch geholfen haben

20.02.2012: Friedrich Christian Delius erzählt in seinen biografischen Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben" auch ein Stück Literaturgeschichte der Bundesrepublik, von Treffen mit Kollegen in Ostberlin, wie Bücher durch die Mauer geschmuggelt wurden, von den Grabenkämpfen der Linken und seiner Arbeit als Lektor. Lesen Sie hier, warum F.C. Delius kein Kritiker wurde und warum er 1966 in Princeton schwieg. Mehr lesen

Joachim Kalka: Die Katze, der Regen, das Totenreich

16.02.2012: Joachim Kalka sinniert über das Leben und seine unwiderstehlichen Seiten, etwa den Dialog: "Wir möchten Brautbilder haben ... - Wie viel? - Ein halbes Dutzend bitte. - Soviel wern ma gar net ham (Nimmt Bilder und zeigt sie her). - Von uns wollen wir doch Bilder haben, das sind wir ja gar nicht. - A so, von eahna wollens welche ham, ja de müssten aber extra angefertigt werden ... Diese Firmlingsbilder wern sehr gern gekauft - oder soll's was in Uniform sein?..." -  Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die Katze, der Regen, das Totenreich". Mehr lesen

Tamta Melaschwili: Abzählen

13.02.2012: Gewitzt muss man sein, wenn man in Kriegszeiten nicht nur überleben, sondern auch noch Zigaretten und Klamotten will, wie die jungen Mädchen Ninzo und Zknapi im Debütroman der georgischen Autorin Tamta Melaschwili. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen

Archiv: Buchautoren