Cees Nooteboom

Der Laut seines Namens

Reisen durch die islamische Welt
Cover: Der Laut seines Namens
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783518456682
Gebunden, 229 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Cees Nooteboom ist viele Jahre seines Lebens unterwegs gewesen, hat sich als Reisender Prüfungen und Erfahrungen ausgesetzt, die seine Existenz als Schriftsteller auf besondere Weise beeinflusst, ja geprägt haben. Dabei hat es ihm die arabische Welt schon in jungen Jahren angetan, und so hat der Autor, der "das Sehen" zu seinem "Spezialgebiet gemacht" hat, nicht nur in Erzählungen und Reportagen, in Feuilletons und Glossen, sondern auch in Gedichten und poetischer Prosa auf Eindrücke reagiert, die ihm das arabische Gegenüber geboten hat. In "Der Laut seines Namens" schreibt Nooteboom über eine Begegnung in und mit Marrakesch, eine Reise durch den Atlas, eine ganz besondere Nacht in Tunesien sowie über das so eigene und eigenwillig schöne "Mondland Mali", über Erlebnisse in Dörfern und Städten, die uns bis vor kurzem unbekannt waren, aber auch über Erfahrungen mit dem - arabischen - Fremden vor der eigenen Haustür, zum Beispiel in Amsterdam. Cees Nooteboom nimmt uns mit hinein in seine Abenteuer, und es ist an uns, den Lesern, den Weg mit ihm, dem Schriftsteller, zu teilen. Oder, wie Goethe es gesagt hat: "Der Weg ist begonnen, vollende die Reise."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2005

Die meisten der Reisen, die Cees Nooteboom hier beschreibt, sind, in seinen eigenen Worten, "unschuldige Reisen". Unschuldig, weil er sie unternommen hat, bevor die islamische Welt bedrohlich erschien. Und doch, schreibt Elmar Schenkel, offenbaren sie, vollzieht man sie heute lesend nach, die "gegenseitige Unwissenheit". Doch haben die Texte viel mehr als nur belegenden Wert, sind sie doch verfasst worden von einem Autor, der die Welt schon immer verwundert und reflektiert zugleich wahrnahm, sehend und denkend. Außerdem: "Was lässt sich nicht alles nebenbei von ihm lernen", während er in Marokko oder Indien unterwegs ist, zum Beispiel über niederländische Autoren, von denen man bislang nur mal gehört hatte. Und: Das Nachwort, in dem Nooteboom seine Reisen aus heutiger Sicht betrachtet, um "ein Schlaglicht auf unser gegenwärtiges Verhältnis zum Islam und des Islam zu uns" zu werfen - das "hat es in sich"!
Stichwörter

Beliebte Bücher

Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Heike Geißler. Michaela Kohlhaas - Roman . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Heike Geißler: Michaela Kohlhaas
"Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…
Karl Ove Knausgard. Arendal - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Karl Ove Knausgard: Arendal
Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…