Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thomas Mann

Versuch über Schiller

Mit einer CD der Rede vom Mai 1955

Cover: Versuch über Schiller

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3100482824
ISBN-13 9783100482822
Gebunden, 88 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Thomas Manns großer Essay ist bis heute eine der unterhaltsamsten und klügsten Auseinandersetzungen mit Friedrich Schiller. Bei aller Verehrung gelingt es Thomas Mann, den "Freiheitsideologen" Schiller mit seiner "Lust am höheren Indianerspiel" immer wieder frech vom Sockel zu heben und nebenbei so manches bildungsbürgerliche Klischee zu korrigieren. Die beigefügte CD enthält - erstmals in voller Länge - die die Stuttgarter Schiller-Rede von Thomas Mann aus dem Jahr 1955.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.07.2005

Thomas Mann hat sich gequält mit seinem Essay zu Schiller. Gehalten hat er ihn zu Schillers 150. Todestag, als gefeierter, aber in der BRD auch nicht ganz unumstrittener Autor. Gerade seine Entscheidung, den Vortrag nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Weimar zu halten, rief die dem Exilanten nicht wohl gesonnenen Chauvinisten und Alt-Nazis auf den Plan. Zufrieden war Mann denn auch nicht mit seinem Vortrag, den er selbst als "unneu, hausbacken, armselig" titulierte und erst nach massiven Kürzungen durch Erika Mann halten konnte. Es ist der Forschung, so der Rezensent Manfred Koch, nicht verborgen geblieben, dass Mann sich eifrig bei der Forschung bediente. Lesenswert sei der Text dennoch, allein wegen Formulierungen wie der von der "ergreifenden Kindsköpfigkeit" des Dichters.

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