Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Englischen von Katharina Orgaß und Gerald Jung. Zwölf Sommer lang hat Torak mit seinem Vater in den Wäldern verborgen gelebt. Nun ist der Vater tot, ermordet von einem Bären, in dem sich alle dunklen Mächte vereinen, und Torak ist zum ersten Mal in seinem Leben allein. Sein einziger Gefährte ist ein junger Wolf, elternlos und halb verhungert wie er - bis er das Mädchen Renn kennen lernt, die die beiden fortan begleitet. Doch der Hunger und die Jäger des Rabenclans sind die geringsten Gefahren, die Torak fürchten muss! Denn zwischen den flüsternden Bäumen wartet ein Wesen auf ihn, schrecklicher und bösartiger als es ein Mensch je gesehen hat, und Torak allein kann es besiegen...
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.09.2005
6000 Jahren zurück versetzen lässt sich Nina May von Michelle Paver, und dort scheint sie sich auch wohlzufühlen. Paver erzählt von dem 12-jährigen Torak, der in der Urzeit lebt und schon mal einen ganzen Tag lang braucht, um sich etwas zum Essen zu organisieren. Und als ob das nicht schon aufregend genug wäre, kündigt sich auch gleich ein Abenteuer an: Torak muss gemeinsam mit seiner Freundin Renn und einem Wolfsjungen die Welt vor einem dämonischen Bären retten. May ist gebannt von soviel Spannung und findet auch vertraute Probleme Heranwachsender wie Loslösung vom Vater wieder. Besonders den Perspektivenwechsel zwischen Torak und dem naiven Welpen verleitet die Rezensentin zu Lob und lässt sie über die Darstellung des Jungen als "Groß Schwanzlos" schmunzeln. Einzig einschleichende Reflexionen der Gegenwart in die Erzählung der Urzeit muss May leise kritisieren, ansonsten aber schwärmt sie: "Sinnlich wird ein Stück Geschichte erfahrbar."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2005
Ein dickes Lob! Michelle Paver ist nicht nur eine "Spannungskünstlerin", sondern auch, schreibt Verena Hoenig, eine "leidenschaftliche Kennerin der Vorzeit". Denn dieser Abenteuerroman - der erste von sechs Bänden - spielt vor 6000 Jahren. Die Menschen sind Jäger und Sammler und leben nomadisch; ein kleiner Junge ist nach dem Tod des Vaters auf sich allein gestellt und muss Kämpfe bestehen, Rätsel lösen - und versuchen, seine Welt zu retten. Das Historische geht dabei mit dem Fantastischen eine Verbindung ein, die wunderbar funktioniert, findet die Rezensentin: Der Leser wird vom Buch geradezu "verschluckt" und lernt mancherlei. Fazit: eine komplexe, "melodisch" erzählte und sehr spannende Geschichte.
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