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Klappentext
Aus dem Ungarischen von Ita Szent-Ivanyi. Janos Szekely, Exil-Ungar, begehrter Drehbuchautor in Hollywood, wo er mit Ernst Lubitsch und Marlene Dietrich Triumphe feierte und 1940 den Oscar gewann, hinterließ einen einzigen großen Roman. Die Geschichte des Bauernjungen Bela, der als Liftboy in einem Budapester Luxushotel eine vom nahen Untergang gezeichnete Welt kennenlernt, ist ein ebenso düsteres wie schillerndes Tableau des Ungarn der Zwischenkriegszeit.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.07.2005
Höchst erfreulich findet es der Rezensent Alexander Leopold, dass dieses längst vergessene Buch dank Elke Heidenreich seinen Weg auf die Bestsellerlisten gefunden hat. Geschrieben wurde der Roman vom Ungarn Janos Szekely während des Zweiten Weltkriegs im amerikanischen Exil. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Bela, den seine Mutter hasst, der lange Jahre im Heim zubringt, später in Budapest als Hotelpage arbeitet, während Ungarn sich dem Faschismus in die Arme wirft. Leopold lobt das Erzählen Szekelys, der in den USA als Drehbuchautor tätig war, als "schnell, präzise und mitunter auch aggressiv" und empfiehlt das "farbige Gesellschaftspanorama" dringend zur Lektüre.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.06.2005
Janos Szekelys Roman hat den Rezensenten Adam Olschewski offensichtlich mitgerissen. Nicht nur, dass Szekely über eine selten scharfe, mit Wortgewandtheit gepaarte Beobachtungsgabe verfüge, zu der sich auch noch ein untrügliches Gespür für das erzählerische Timing geselle. Auch die Tatsache, dass nichts "dekorativ" oder "harmlos" sei, sowie die ständige Spannung zwischen Aggressivität und Dezenz erklären für den Rezensenten den außergewöhnlichen "Elan", der dem Text zu eigen ist und ihn zu ausgezeichneter Unterhaltung - mit Niveau - macht. Erzählt werden laut Rezensent das Leben des jungen Bela im Ungarn der zwanziger und dreißiger Jahre, der nach schwieriger Kindheit als Hotelboy arbeitet und den scharfen Kontrast zwischen privater Misere und luxuriös-dekadenter Hotelgesellschaft erlebt. In den gleichermaßen "Zorn und Mitleid" erregenden Begebenheiten offenbare sich das Mitgefühl des Autors, dies jedoch ohne ins "Pathos" abzudriften. Szekely ergreife eindeutig Partei für das Proletariat, was den Roman stellenweise in die Nähe des Pamphlets rücken lasse. Insofern wirke er auch didaktisch, was der Rezensent durchaus für gewollt hält und auch schätzt, da es nie oberlehrerhaft daherkomme. Szekely sei eben ein "Humanist reinsten Wassers", der im Leser ein "Gerechtigkeitsgefühl" wecken wolle, der die menschliche "Geisteskraft" hochhalte und sich auf die "primären Bedürfnisse" besinne, die in der Wohlstandsgesellschaft verloren gegangen seien.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.06.2005
Eine weitere Wiederentdeckung aus der ungarischen Literatur: Janos Szekelys Roman erschien 1946 und erzählt, so Fritz Göttler, ein "Hundeleben" in einer Hundewelt: Bela, ein armer Schlucker und untugendhafter Strolch, und Ungarn zwischen den Weltkriegen, "ein Land der Elendstendenzen und des politisches Chaos, Wirtschaftskrise und Horthy-Diktatur". Doch der Roman schlägt daraus Funken; Göttler schwärmt von der "neuen Beweglichkeit in diesem Erzählen", vom Erzähler, der "mit seinen Rollen kokettiert" - und dem Kampf ums Überleben den Kampf der Liebe zur Seite stellt.
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