Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wilhelm Scherer

Briefe und Dokumente aus den Jahren 1853 bis 1880

Cover: Briefe und Dokumente aus den Jahren 1853 bis 1880

Wallstein Verlag, Göttingen 2005
ISBN-10 3892448264
ISBN-13 9783892448266
Gebunden, 448 Seiten, 45,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben und kommentiert von Hans-Harald Müller und Mirko Nottscheid. Der Band enthält eine kommentierte Auswahl von bisher unveröffentlichten Korrespondenzen und Lebenszeugnissen Wilhelm Scherers, die auf Persönlichkeit und Werk des Germanisten ein neues Licht werfen. Ergänzt wird die Edition durch eine Rekonstruktion von Scherers Gesamtnachlaß (mit einer Darstellung zu dessen Geschichte) sowie durch ein Verzeichnis von Scherer-Briefen und -Manuskripten, die sich außerhalb seiner Nachlässe in öffentlichem Besitz befinden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.05.2005

Wilhelm Scherers "Geschichte der deutschen Sprache" aus dem Jahr 1868 bestimmte über Generationen die Sichtweise des deutschen Bildungsbürgertums, stellt Rezensent Stefan Rebenich den gebürtigen Österreicher vor, der in Wien, Straßburg und Berlin Germanistik lehrte. Bis heute gibt es keine kritische Biografie Scherers, bedauert Rebenich und begrüßt zugleich die vorzügliche Edition mit Briefen und autobiografischen Zeugnissen Scherers, die seinen beruflichen und politischen Werdegang aufzeigen und, wie der Rezensent nicht müde wird zu betonen, eine hervorragende Grundlage für die noch ausstehende Biografie böten. Scherers große wissenschaftliche Leistung war, arbeitet Rebenich heraus, dass er die Germanistik "auf ein theoretisches Fundament stellte", indem er die Hermeneutik mit dem deutschen Historismus, dem französischen Positivismus und dem englischen Empirismus verband. Scherer versuchte eine Theorie der nationalen Ethik und Literatur zu entwickeln, so Rebenich. Dies bedeutete aber keineswegs, hat Rebenich aus den Briefen und Dokumenten Scherers herausgelesen, dass er einer chauvinistischen Rhetorik aufsaß. Als einziger Germanist schlug er sich im Berliner Antisemitismusstreit auf die Seite Theodor Mommsens. Die Edition sei zuverlässig und mit einer instruktiven Einleitung versehen, versichert der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren