Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Arno Schmidts "Seelandschaft mit Pocahontas" erwies sich als Text, an dem sich der deutsche Nachkrieg, sein Verhältnis zu Amerika, zur Sexualität und zum Umgang mit der sogenannten Vergangenheit vorzüglich darstellen ließ. Für die Autoren zusätzlich das Vergnügen einer ausgedehnten Kanufahrt durch Arno Schmidts literarische Geographien.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.03.2000
Christian Schlüter bespricht in seiner Rezension den ersten und den vierten der auf vier Bände angelegten Reihe Theweleits. Dabei behandelt er weniger die Stärken und Schwächen der einzelnen Bände, sondern beschäftigt sich viel mehr mit dem, was unter dem Pocahontas-Komplex zu verstehen und was Theweleits Ansinnen im Allgemeinen hierbei ist. Der erste Band ist nach Schlüter vor allem als eine historische Einführung in die Thematik zu verstehen, wobei er anmerkt, dass ?die Quellen nicht unbedingt als zuverlässig gelten?. Zum Verständnis scheint es Schlüter unerlässlich, die Geschichte von der Indianerin Pocahontas in Eckpunkten wieder zu geben, weil Theweleit in ihrer (von Captain John Smith erzählten) Kooperation mit den Kolonisatoren den Gründungsmythos der Vereinigten Staaten sieht. Schlüter stellt fest, dass Theweleit sehr weitreichende Folgen damit verbindet. Als Beispiele nennt er nicht nur die Christianisierung und Kolonialisierung, sondern auch die ?optische Dramaturgie des Fortschritts?, die ?Sexualisierung des Opfers, der Gewalt und des Todes? sowie die ?vielfältigen Medialisierungen der Erzählung?. Schlüter findet zwar, dass Theweleits Assoziationen (der Pocahontas-Folgen selbst in Comics, Kinderbüchern, Arno Schmidts Seelenlandschaften, bei Neil Young und Präsident Wilson ausmacht) bisweilen ?an den Aberwitz? heran reichen. Dennoch gelinge es Theweleit, seine Herleitungen stets plausibel zu vermitteln. Wichtig scheint dem Rezensenten darüber hinaus, dass der Autor vor allem deshalb diese ungeheure Fülle an Material zusammen getragen hat, weil es ihm trotz seiner ausführlichen Assoziationen vor allem ?um das historische Material selbst? und weniger um Theorie geht. Ihm sei an geradezu sinnlicher Erfahrung gelegen. Und nicht zuletzt darum ist diese Darstellung für den Rezensenten ?historisch informierte Aufklärung im besten Sinne?.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen






