Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Angela Elis, Michael Jürgs

Typisch Ossi, typisch Wessi

Eine längst fällige Abrechnung unter Brüdern und Schwestern

Cover: Typisch Ossi, typisch Wessi

C. Bertelsmann Verlag, München 2005
ISBN-10 3570008622
ISBN-13 9783570008621
Kartoniert, 304 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Die einen wollen die Mauer wieder haben, die anderen wählen die Nachfolger jener Partei, die einst die DDR verrotten ließ, oder laufen gleich zu den rechten Parteien über: 15 Jahre nach der glücklichen Wiedervereinigung scheint das Verhältnis von Ossis und Wessis auf dem Tiefpunkt angelangt. Das Jammern über den jeweils anderen steht auf der Tagesordnung. Der Journalist Michael Jürgs aus Hamburg und die TV-Moderatorin Angela Elis aus Leipzig fordern mit ihrer Streitschrift ein Ende des Klagens. In einer schonungslosen Bilanz, aber niemals bierernst deutsch, sondern undeutsch ironisch konfrontieren sie die Wahrheiten Ost mit den Wahrheiten West. Harte Worte und der Mut, einander weh zu tun mit provokanten Urteilen und Vorurteilen, sind die Voraussetzungen für einen neuen Anfang. Deshalb diese längst fällige Abrechnung unter Brüdern und Schwestern nach dem Motto: raus aus dem Jammertal.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.04.2005

Einfach nur schrecklich findet Bernd C. Hesslein dieses Buch, für das der frühere Stern-Chefredakteur Michael Jürgs und die Leipziger Fernsehmoderatorin Angela Elis zu Papier gebracht haben, was sie sich als Wessi und Ossi schon immer an den Kopf werfen wollten. Die Beiträge von Elis tut Hesslein dabei mit einem Wisch als brave Ernsthaftigkeiten eines kleinen Mädchens ab, über Jürgs' "penetrante Selbstgefälligkeit" und "dröhnende Bevormundung" kann er sich da schon etwas länger ärgern. Wobei sich solche Plattheiten wie Jürgs lange niemand getraut hat. Beispiel: Warum halten die Ossis die Wessis für arrogante Schönschwätzer? Weil ihnen jegliches Gespür für Ironie und wortspielerische Kunst abgeht. Aha.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren