Mit Abbildungen. Die Reichsgründung zwischen 1866 und 1871 schuf einen Nationalstaat, begründete aber noch kein nationales Gemeinschaftsbewusstsein und keine Reichsloyalität. Diese Aufgabe löste 1871 die Verfassung des Deutschen Reiches durch die politischen Institutionen des Reichstages und des Bundesrates. In die alltägliche Wahrnehmung seiner Bewohner drang das Reich durch wirtschaftsnahe, rechtliche und kulturelle Integrationsprozesse vor. Anhand zweier Regionen mit besonders ausgeprägtem Eigenbewusstsein - Sachsen und Bayern - stellt die Studie die verschiedenen Wendepunkte von der exklusiven zur inklusiven Logik von Nation und Region dar. Der innere Ausbau des ersten deutschen Nationalstaates bedeutete eine nachhaltige Herausforderung an die Integrationsfähigkeit der deutschen Einzelstaaten. Sowohl das Reich als auch die Region verzeichneten in der Bismarckzeit einen parallelen Bedeutungsgewinn. Vor dem Hintergrund der heutigen europäischen Integration gewinnt die Integrationsforschung im Deutschen Kaiserreich eine neue Bedeutung, zumal der deutsche Föderalismus als ein mögliches Modell für die politische Ordnung der Europäischen Union gilt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…