Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franz Josef Czernin

das labyrinth erst erfindet den roten faden

einführung in die organik

Cover: das labyrinth erst erfindet den roten faden

Carl Hanser Verlag, München 2005
ISBN-10 3446205780
ISBN-13 9783446205789
Gebunden, 192 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Ein großes Gedankenexperiment, in dem Sprüche und ihre Widersprüche, Sätze und ihre Gegensätze sich als die Extreme eines poetischen Möglichkeitssinns zeigen. Zwischen poetischer Emphase und wissenschaftlich genährtem Skeptizismus, zwischen Religion und Säkularität, zwischen Mythos und Ratio entfaltet sich das Labyrinth dieser Gedanken. Karl Valentin und Wittgenstein werden ebenso paraphrasiert und manchmal auch parodiert wie Nietzsche und Novalis, Hegel und Kant.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.06.2006

Die Arbeit des Autors Franz Josef Czernin fordert dem Rezensenten Hans Jürgen Balmes vollste Bewunderung ab. Er nennt es ein "bemerkenswertes und wunderbares, ein merkwürdiges" Buch, das gleichzeitig "Fundgrube" und "Arbeitstollen" sei. Dementsprechend lässt er sich in seiner Rezension voll auf die Themen ein, die das Buch bereit hält. Da wären die Ideen von Novalis und Borges, die Czernin gegeneinander antreten lässt. Auch das Verhältnis von Wissenschaft und Poesie interessiert den Autor, und der Rezensent entdeckt in seinem Blickwinkel auf diese Ideen viel Interessantes: Themen wie "das Ich oder das Individuum, der Mensch als Gattung, der Stein als Prinzip der Schwerkraft" werden reflektiert. Trotz alledem kommt der Humor nach Meinung des Rezensenten nicht zu kurz: "Hintersinn darf auch an Slapstick grenzen."

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.09.2005

Sascha Michel ist dankbar für die Quälerei, die Franz Josef Czernin ihm bereitet hat: Nach all dem allzu realistischen Erzählen kamen die "semantischen Wucherungen" und hochtrabenden Aphorismen, die demonstrativen Lücken zwischen ihnen und all die bedeutungsvolle Programmatik gerade recht. Schließlich, schreibt Michel, will Czernin genau das: "mit seiner aphoristischen Poetik der Unterbrechung unendlich auf die Nerven gehen". Und wieso? Weil er die subjektphilosophische Krisenerkenntnis des sich selbst nicht identischen Ich ernst genug nimmt, um sie nicht nur zu behaupten, sondern auch poetologisch umzusetzen. Und zwar im Rückgriff auf die Frühromantiker. Also künden immer neue Doppelpunkte an, was dann nicht folgt: einen festgezurrten Sinnzusammenhang. Eine Zumutung sind diese Texte, klar, aber auch, in ihrer "inneren Unruhe" und mit ihrem "emphatischen Anspruch" auf die Weltdeutungskraft der Literatur eine Abwechslung vom lahmen Einerlei mit einer unerwarteten Wirkung. Denn gerade in dem wenig konkreten Rückbezug auf Sprache und Bewusstsein erhalte Czernins Prosa das, was gute Geschichten auszeichnet: "Weltgehalt".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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