Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Die Freundschaft zwischen Walter Benjamin und Bertolt Brecht gehört zu den ästhetisch und politisch folgenreichen des 20. Jahrhunderts. Hannah Arendt nannte die Freundschaft "einzigartig", "weil in ihr der größte lebende deutsche Dichter mit dem bedeutendsten Kritiker der Zeit zusammentraf". Andere Freunde teilten dieses Urteil nicht. Ihr Argwohn hat zu Fehldeutungen geführt, die sich bis heute halten. Das Buch sichert die Spuren der Begegnung und räumt dabei Vorurteile aus dem Weg. Zahlreiche unveröffentlichte Dokumente ermöglichen neue Wertungen. Erstmals analysiert werden die Gesprächsprotokolle des Zeitschriftenplans "Krise und Kritik" (1930/31), die dem Band als Faksimile beigegeben sind. Anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Notizen werden die Themen der Zusammenarbeit aufbereitet. Eigene Kapitel widmen sich sowohl Benjamins Arbeiten über Brecht als auch Brechts Äußerungen über Benjamin.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.04.2005
Ein solches Buch hätte er sich schon in den 60er Jahren gewünscht, gesteht Momme Brodersen, als nämlich die Fronten der Brecht- und Benjamin-Anhänger sich unversöhnlich gegenüber standen. Damals ging es um die "Wiedereinbürgerung des Marxismus" in der Bundesrepublik, erinnert sich Brodersen, und es ging um die marxistischen Anteile im Denken Walter Benjamins. Die Zeiten ändern sich, und heutzutage lässt sich die Leitung des Walter-Benjamin-Archivs mit der Leitung des Brecht-Archivs vereinbaren, ein Umstand, welches den Autor für das vorliegende Buch besonders qualifiziert. Es ist ein geglücktes Buch, findet Brodersen, temporeich und spannend geschrieben, das viele "vermeintliche Gewissheiten" über die beiden Protagonisten umzustoßen wisse. Die eigentlich produktive Zeit der Freundschaft Brecht-Benjamin fiel in die 30er Jahre, fasst Brodersen zusammen, sie verlief symbiotisch, aber nicht konfliktfrei. Der Rezensent hebt es als Verdienst des Autors hervor, dass gerade die Konfliktpunkte - unter anderem ging es um Stalin und die Schauprozesse - nicht nur aus der Sicht Benjamins dargestellt würden, weshalb es seines Erachtens neue Ansätze in der Interpretation Brechts geben müsste.
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Archiv: Bücherschauen
Dressierte Geschichten über dressierte Gefühle
09.02.2012: Großes Ereignis: Peter Nadas' Jahrhundertroman "Parallelgeschichten" liegt vor und beendet damit das Sandkastenspiel der bürgerlichen Literatur. Die Zeit ist überwältigt. Auch Christian Krachts Roman "Imperium" über den Begründer eines Kokusnussreichs kommt bei ihr sehr gut an. Die FAZ liest Hanna Kralls Erinnerungen "Rosa Straußenfedern". Die NZZ lernt in Bernd Stieglers "Belichtete Augen" alles über die Wunder der Optografie. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







