Hans Christian Andersen

Peer im Glück. Fußreise von Holmens Kanal zur Ostspitze von Amager in den Jahren 1828 und 1829. Tante Zahnweh

Ein Roman und zwei Erzählungen
Cover: Peer im Glück. Fußreise von Holmens Kanal zur Ostspitze von Amager in den Jahren 1828 und 1829. Tante Zahnweh
Manesse Verlag, Zürich 2005
ISBN 9783717520641
Gebunden, 384 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Nachwort von Rüdiger Görner. Aus dem Dänischen von Renate Bleibtreu und Gisela Perlet. "Peer im Glück" gehört zu Andersen Alterswerk, ein Bildungsroman in märchenhaftem Gewand: Der kleine Peer stammt zwar aus bescheidenen Verhältnissen, doch scheint das Glück ihm mehr gewogen als jedem anderen Menschen auf dieser Welt. Unter den Augen seiner verdutzten Lehrer gelingt ihm mühelos der berufliche wie persönliche Aufstieg. Er entwickelt sich zum gefeierten Sänger, ja zum Genie, dessen Leben in der Aufführung einer selbstkomponierten Oper seinen krönenden, aber auch tragischen Höhepunkt erlebt. Klar läßt die erste Neuübersetzung seit über hundert Jahren zutage treten, was bis heute kleine wie große Andersen-Leser zu faszinieren vermag: der mit kunstvoller Zurückhaltung angebrachte Schmuck seiner Sprache, sein von feiner Ironie durchzogener Ton, doch auch das romantisch beeinflußte Grauen, das hinter den Fassaden lauert.
Die kuriose "Fußreise von Holmens Kanal zur Ostspitze von Amage", die Andersen ganz zu Beginn seiner Poetenlaufbahn auf den Spuren literarischer Gestalten durch Dänemark führte, sowie die phantastische Geschichte der "Tante Zahnweh" aus dem mittleren Erzählwerk ergänzen diese Prosasammlung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.03.2005

Kristina Maidt-Zinke begrüßt, dass mit der Neuübersetzung beziehunsgweise Neuausgabe von Hans Christian Andersens Werken eine andere Seite des dänischen Schriftstellers zu bewundern ist, der heute fast nur als Verfasser seiner Märchen bekannt ist. Als "furioses Prosadebüt" preist die Rezensentin den Roman "Peer im Glück" und sie freut sich über die "vortreffliche" Neuübertragung ins Deutsche von Gisela Perlet. Es handelt sich um eine in 14 Kapitel eingeteilte "Sylvesternachts-Phantasie" und man hat Andersen dieses Buches lange als "Jugendsünde" vorgeworfen, teilt die begeisterte Rezensentin mit. Sie zeigt sich beeindruckt vom "ungeheuren Wagemut" Andersens, mit dem er hier in genialischer Geste sowohl die dänische Reiseliteratur wie auch ihren "biedermeierlichen Bildungsbetrieb" parodiert und sich gleichzeitig über Zitate mit sämtlichen wichtigen romantischen Schriftstellern "ins Verhältnis setzt".

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