Aus dem Dänischen von Erik Gloßmann. In einer stürmischen Nacht strandet eine Gruppe junger Adliger auf der Insel Langeland und sucht Zuflucht in einem alten, halb verfallenen Herrenhaus. Dort werden sie Zeugen einer dramatischen Geburt. Die Mutter des Kindes stirbt und die Edelleute beschließen, das Neugeborene zu adoptieren. Die Waise Elisabeth wächst bei der unkonventionellen Großmutter von Baron Herman auf. Doch die glückliche Kindheit des Mädchens auf dem Gut nimmt ein jähes Ende, als sie eines Tages die Tür zu einem verbotenen Zimmer öffnet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.03.2005
Kristina Maidt-Zinke begrüßt, dass mit der Neuübersetzung beziehungsweise Neuausgabe von Hans Christian Andersens Romanen eine andere Seite des dänischen Schriftstellers zu bewundern ist, der heute fast nur als Verfasser seiner Märchen bekannt ist. "Die beiden Baroninnen" ist die Geschichte eines armen Waisenmädchens, das von Adligen adoptiert wird und schließlich einen von ihnen heiratet, fasst die Rezensentin zusammen. Was eine Geschichte von Courths-Mahler sein könnte, erweist sich als "detailreiche Epochenschilderung", die die sozialen Hintergründe der Zeit darstellt und daneben Reiseimpressionen aus verschiedenen Ländern und dänische Landschaftsbeschreibungen bietet, so Maidt-Zinke eingenommen. Der deutsch-dänische Konflikt, der in der Entstehungszeit des Romans aufflammte, werde zwar nicht direkt angesprochen, grundiere jedoch als "Schatten" die Szenerie, erklärt die Rezensentin.
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