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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 10.46 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Manfred Mai

Was macht den Mensch zum Menschen

Friedrich Schiller

Cover: Was macht den Mensch zum Menschen

Carl Hanser Verlag, München 2004
ISBN-10 3446205209
ISBN-13 9783446205208
Gebunden, 304 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Generationen von Schülern lernten Schillers Balladen auswendig, nahmen den "Wallenstein" und "Maria Stuart" durch - selten zu ihrem Vergnügen. Manfred Mai aber zeigt uns Schiller als einen Menschen aus Fleisch und Blut, als Idol und Shooting Star seiner Zeit. Schiller als junger, enthusiastischer Dichter - bis heute.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2005

Als "insgesamt nützlich" begrüßt Rezensent Wilfried von Bredow diese Schiller-Biografie für Jugendliche. Besonders positiv wirken sich aus seiner Sicht die "langen Passagen mit Ausschnitten aus Schillers Werken" auf die Qualität des Buches aus. Denn es werde "eben nicht nacherzählt", sondern die "originale und originelle Sprache" Friedrich Schillers zu Gehör gebracht. Des Biografen eigene Sprache stößt dem Rezensenten gelegentlich etwas sauer auf. Insgesamt erhält das Buch trotzdem gute Noten.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2005

Natürlich gibt es, so Angelika Overath, "17-jährige Mädchen, die, bauchnabelfrei und emphatisch, die ‚Braut von Korinth’ aus dem Stand deklamieren" - aber normalerweise gelten die Klassiker jungen Menschen als lästiger Pflichtstoff im ungeliebten Unterricht. Ein mögliches Vademekum: Biographien, die "Klassiker als Menschen zeigen", die sich aufgelehnt hatten "gegen die Väter, die Gesellschaft, gegen Kirche und Staat" - und die "bei allem auch unsicher" blieben! Identifikationspotential! Schließlich war Schiller ständig pleite und auf der Flucht vor den Autoritäten. Manfred Mai ist ein solcher Brückenschlag zur jugendlichen Lebenswelt gelungen, befindet die Rezensentin: eine "verlässliche und stilsichere Annäherung an Schiller", die sich gerade dadurch auszeichnet, dass nicht alle Fragen eindeutig und für alle Zeiten beantwortet werden.

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