Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2005
Es gibt verschiedene Arbeiten, die sich mit der Toleranzfrage im Zeitalter der Aufklärung beschäftigt und im Zuge dessen die großen Philosophen jener Zeit befragt haben, als da waren: Montesquieu, Voltaire, Rousseau, Lessing und - nicht zu vergessen - Kant. Ulrich Kronauer verweist in diesem Zusammenhang auf die Arbeit von Rainer Forst aus dem vergangenen Jahr. Matthias J. Fritsch nähert sich dem Toleranzdiskurs jener Zeit auf andere Weise, berichtet Kronauer: Fritsch habe die Schulphilosophen unter die Lupe genommen, jene also, die für die akademischen Lehrbücher und den Unterricht zuständig waren und großen Einfluss auf die Beamtenschaft beispielsweise hatten. Eines der wenig überraschenden Ergebnisse von Fritschs Untersuchung lautet, dass das Recht auf freie Religionsausübung in der Schulphilosophie nicht etwa von der Naturrechts-Philosophie abgeleitet wurde, sondern staatsrechtlich mit der Souveränität des Landesherrn begründet wurde. Kant und Locke waren da schon einen Schritt weiter, meint Kronauer.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…