Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Eikmeyer (Hrsg.)

Adolf Hitler: Reden zur Kunst- und Kulturpolitik, 1933-1939

Cover:  Adolf Hitler: Reden zur Kunst- und Kulturpolitik, 1933-1939

Revolver Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3865880002
ISBN-13 9783865880000
Gebunden, 240 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Das grundlegende Ziel des vorliegenden ersten Bandes der Reihe "Kunst Propaganda Dokumente" ist es, der kunstwissenschaftlichen und der kunsthistorischen Forschung im Besonderen, darüber hinaus aber auch der historischen Forschung und der interessierten Öffentlichkeit die Reden Adolf Hitlers zur Kunst gesammelt zugänglich zu machen. Die Edition enthält jene Reden, die Adolf Hitler als so genannte Kulturreden im Zeitraum von 1933 bis 1939 anlässlich der Grundsteinlegung zum Haus der Deutschen Kunst, der dortigen Ausstellungseröffnungen und auf den Kulturtagungen der Nürnberger Parteitage gehalten hat, sowie zusätzlich die kurze »Weihe-Ansprache« von 1937 vor dem Haus der Deutschen Kunst. Viele der in diesem Band enthaltenen Reden sind nach 1945 nur in Auszügen veröffentlicht oder paraphrasiert wiedergegeben worden und schwer zugänglich. Die vorliegende Edition ist die erste konzentrierte Sammlung der Reden Adolf Hitlers zur Kunst- und Kulturpolitik und erweitert damit nicht nur die bisher der Forschung zugänglichen Zeugnisse, sondern stellt auch aufgrund des dokumentierten Zeitraums ein unverzichtbares Quellenwerk zur Geschichte der Kunst im Dritten Reich und der Geschichte des Nationalsozialismus dar.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 19.02.2005

Sehr angetan zeigt sich der Rezensent Ralf Hansele von diesem Band, in dem der Kunsthistoriker Boris Groys anhand der von Robert Eikmeyer editierten und herausgegebenen Originalreden Hitlers zu Kunst und Kulturpolitik verdeutlicht, wie stark Hitlers Ästhetikbegriff der Tradition der Moderne verpflichtet war. Tatsächlich habe Hitler, wie zahlreiche Modernisten, "die Frage, was gute Kunst sei, von einem Verstandesurteil zu einem Körperurteil degradiert", indem die Wertschätzung von Kunst enttheoretisiert und von der Zugehörigkeit zu einer Rasse abhängig gemacht werde. Gerade an diesem Punkt jedoch kippe Hitlers Kunstbegriff ins "Perfide und Widersprüchliche". Denn wie Groys es formuliere, werde die Kunst "im Namen des Körpers von jeder Theorie befreit, aber der Körper selbst wird theoretisiert, kulturalisiert und politisiert". Groys' Gedankenspiel, Hitler sei nach dem Scheitern seiner künstlerischen Laufbahn eine Art "Rassekünstler" geworden, steht der Rezensent etwas skeptisch gegenüber, empfiehlt jedoch uneingeschränkt die Lektüre von Hitlers Originalreden.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren