Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Joachim Utz. Der friedliebende englische Gentleman Christopher Tietjens ist vor dem Ehezwist mit seiner Frau in die Schützengräben Frankreichs geflohen, wo ein unbarmherziger Stellungskrieg zwischen den Allierten und den Deutschen tobt. Doch auch hier hat Tietjens keine Ruhe: Gerade ist er vom Fronteinsatz in die zweite Linie zurückgekehrt, landet Sylvia ist in Frankreich und überzieht ihren Mann mit einem Sperrfeuer von Verleumdungen und Unterstellungen. Tietjens Vorgesetzter kann einen Skandal nur dadurch verhindern, dass er ihn erneut in die vordersten Einsatzlinien schickt ...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.04.2005
Rezensent Ulrich Sonnenschein wundert sich schon, dass Ford Madox Ford nie den großen literarischen Ruhm eingeheimst hat, obwohl er auf vielen Listen der wichtigsten Autoren seiner Zeit zu finden ist. Sein jetzt nach 80 Jahren in neuer Übersetzung wieder aufgelegter Roman "Keine Paraden mehr", Teil zwei einer Trilogie, ist ein anschauliches Beispiel dafür, was den Autoren inhaltlich umtrieb: "der Zerfall der viktorianischen Gesellschaft zu Zeiten des Krieges". Im wesentlichen geht es in dieser Geschichte um Krieg und Frauen. Der Roman ist ein "expressionistisches Sprachkunstwerk", das ohne die "Galanterie" auskommt, die den Gesellschaftsroman des 19. Jahrhunderts ausmachte: Interessanter noch als den Inhalt der Geschichte findet Sonnenschein jedoch den Stil, dessen der Autor sich bedient: "Orientierungslosigkeit in Gesellschaft und Armee, Misswirtschaft und die veraltete Rang- und Namensgläubigkeit, schildert Ford in fragmentierten Dialogen oder Monologen, von denen eine zerstörerische Kraft ausgeht". Diesen Ansatz hat er zwar nach Meinung des Rezensenten nicht so konsequent durchgesetzt, wie manche seiner modernistischen Zeitgenossen. Nichtsdestotrotz "gibt es wenige Zeugnisse vom ersten Weltkrieg, die sich so überzeugend der literarischen Methoden ihrer Zeit bedienen."
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.01.2005
Maik Söhler rückt Ford Madox Ford nach der Lektüre des zweiten Teils seiner Roman-Tretralogie in die Nähe von Karl Kraus. Auch wenn der Soldat im Ersten Weltkrieg, Christopher Tietjens, anlässlich eines Frontbesuchs seiner Frau in den Krieg als ehrenvolles Unternehmen flüchtet, und damit Ford in die Nähe Ernst Jüngers kommt, bleibt die Kritik am Krieg dominant, meint Söhler. Er sieht in Ford deshalb sogar die "englische Entsprechung" des Wiener Sprach- und Gesellschaftskritikers Kraus. In seinen Helden hat der Autor zahlreiche Widersprüche eingebaut, wie der Rezensent notiert; Tietjens ist "unnationalistischer Tory", "weltläufiger Traditionalist" und "kultivierter Simpel" zugleich. Söhler fühlt sich an die aktuelle Sprachschöpfung vom "mitfühlenden Konservativen" erinnert, muss aber eingestehen. "Wenn der Begriff Sinn macht, dann hier."
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








