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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.43 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karl Kraus

Wiese im Park

Gedichte an Sidonie Nadherny

Cover: Wiese im Park

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3458192549
ISBN-13 9783458192541
Gebunden, 123 Seiten, 12,80 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. Die Begegnung zwischen Karl Kraus und der böhmischen Baronesse Sidonie Nadherny am 8. September 1913 im Wiener Cafe Imperial veränderte das Leben des Herausgebers der Fackel vollkommen: Der Katastrophe des als Weltuntergang erfahrenen Kriegs gab er in der Tragödie "Die letzten Tage der Menschheit" (1918/19) öffentlich seine Stimme. Dem privaten Glück der als "Wiedergeburtstag" gefeierten Begegnung aber verdanken wir Gedichte, die er von 1916 an in neun Bänden veröffentlichte. Ein kurzes biografisches Nachwort, Faksimiles von Gedichthandschriften sowie zeitgenössische Porträts von Karl Kraus und Sidonie Nadherny ergänzen den Band.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2004

Diese Sidonie Nadherny gewidmeten Gedichte von Karl Kraus sind zwar zu Lebzeiten des Autors nicht in einem Band veröffentlicht worden, "zweifellos" wäre es aber von Kraus gutgeheißen worden, meint Leo A. Lensing zu wissen. Er lobt den Herausgeber und Nachlassverwalter von Karl Kraus, Friedrich Pfäfflin für diesen "reichausgestatteten" Band, in dem zahlreiche Fotos und ein Faksimile zu finden sind, und er zeigt sich zudem sehr angetan von dessen "einfühlsamen Nachwort". Hier zeichnet Pfäfflin die nicht unproblematische Beziehung von Kraus und Nadherny nach, die bis zum Tod des Schriftstellers 1936 bestand, erklärt der Rezensent. Bei den Gedichten handelt es sich zumeist um "Liebes- und Natur"-Lyrik, informiert Lensing, der den besonderen Reiz der Verse in den vielen "Paradoxien und Widersprüchen" sieht, die sie prägen. Und so zeigt sich der Rezensent am Ende richtig "dankbar" für diesen Band, dessen "gewissenhafte" Edition er hervorhebt, weil darin diese "leidenschaftliche Gedankenlyrik wiederauferstehen" kann, wie er schwärmt.

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