Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. Die Begegnung zwischen Karl Kraus und der böhmischen Baronesse Sidonie Nadherny am 8. September 1913 im Wiener Cafe Imperial veränderte das Leben des Herausgebers der Fackel vollkommen: Der Katastrophe des als Weltuntergang erfahrenen Kriegs gab er in der Tragödie "Die letzten Tage der Menschheit" (1918/19) öffentlich seine Stimme. Dem privaten Glück der als "Wiedergeburtstag" gefeierten Begegnung aber verdanken wir Gedichte, die er von 1916 an in neun Bänden veröffentlichte. Ein kurzes biografisches Nachwort, Faksimiles von Gedichthandschriften sowie zeitgenössische Porträts von Karl Kraus und Sidonie Nadherny ergänzen den Band.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2004
Diese Sidonie Nadherny gewidmeten Gedichte von Karl Kraus sind zwar zu Lebzeiten des Autors nicht in einem Band veröffentlicht worden, "zweifellos" wäre es aber von Kraus gutgeheißen worden, meint Leo A. Lensing zu wissen. Er lobt den Herausgeber und Nachlassverwalter von Karl Kraus, Friedrich Pfäfflin für diesen "reichausgestatteten" Band, in dem zahlreiche Fotos und ein Faksimile zu finden sind, und er zeigt sich zudem sehr angetan von dessen "einfühlsamen Nachwort". Hier zeichnet Pfäfflin die nicht unproblematische Beziehung von Kraus und Nadherny nach, die bis zum Tod des Schriftstellers 1936 bestand, erklärt der Rezensent. Bei den Gedichten handelt es sich zumeist um "Liebes- und Natur"-Lyrik, informiert Lensing, der den besonderen Reiz der Verse in den vielen "Paradoxien und Widersprüchen" sieht, die sie prägen. Und so zeigt sich der Rezensent am Ende richtig "dankbar" für diesen Band, dessen "gewissenhafte" Edition er hervorhebt, weil darin diese "leidenschaftliche Gedankenlyrik wiederauferstehen" kann, wie er schwärmt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








