Bücherschau der Woche
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- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Robert Byron
Der Weg nach Oxiana
Klappentext
Mit einem Vorwort von Bruce Chatwin. Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. Wer weiß schon, wo Oxiana liegt? Diese Region ist nach dem mächtigen Grenzfluss Oxus benannt, den Alexander der Große 328 vor Christus überquerte; heute heißt er Amu Darya, und die Sowjets mussten ihn überwinden, als sie in Afghanistan einmarschierten. Als von den Taliban noch keine Rede war, machte sich ein 28jähriger Nachkomme Lord Byrons auf den Weg dorthin. Man schrieb das Jahr 1933. Venedig, Zypern, Beirut, Jerusalem, Bagdad, Teheran, Kabul - das waren die Stationen seiner Forschungsreise. Die europäischen Klassiker langweilten diesen gelehrten Dandy; verliebt war er in die byzantinische und islamische Kultur. "Verglichen damit ist New York nur ein Ameisenhaufen," sagte er. Weder Wolkenbrüche noch Zöllner und Flöhe konnten ihn aufhalten. Aus seinen scheinbar hingeworfenen Notizen spricht eine beinah unheimliche politische Hellsicht, und seine enorme Kennerschaft trägt dieser Autor mit sardonischem Witz. Von solchen Reisen kann die Gegenwart nur noch träumen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.04.2005
Der mit "süt" zeichnende Rezensent gerät ob dieses alten Buches in Verzückung. Erschienen war Robert Byrons Reiseroman erstmals 1937, 1981 dann mit einem "hymnischen Vorwort" von Bruce Chatwin neu aufgelegt und nun ist er endlich auch auf Deutsch erhältlich. Der "Prachtband" mit Karten und Fotografien wecke hohe Erwartungen, die der Inhalt aber vollends erfülle. In dem Bericht über seine 11-monatige Reise durch Persien und Afghanistan befasst sich der Autor mit Architektur und Natur, Politik und Geschichte, Menschen und Lebensart. Dabei verwendet er eine "sensuelle, präzise Sprache" und spart nicht mit Zugaben seines "sehr trockenen" Witzes, der in der "geschmeidigen" Übersetzung von Matthias Fienbork verlustfrei ins Deutsche übertragen wurde. Ein Wermutstropfen bleibt: Byron sei zu früh gestorben, um noch viel mehr solcher wunderbaren Bücher voller "überraschender Formulierungen und Metaphern" zu schreiben.
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