Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Herausgegeben und mit einem Vorwort von Franz J. Wetz. Aus dem Lateinischen von Friederike Hausmann. Francesco Petrarca - vor 700 Jahren (1304) geboren, Schöpfer des "Buchs der Lieder" (Canzoniere) und der ersten Dichtung des Humanismus in italienischer Sprache ("Trionfi"), war wegweisend für die europäische Geistesgeschichte; er steht am Anfang der Entwicklung, die zur Moderne geführt hat. Petrarcas Leben war erfüllt von großer Rastlosigkeit. Von seinem Landsitz in der Vaucluse bei Avignon aufbrechend, bereiste er die europäischen Städte und Landschaften, er wurde in Rom zum Dichter gekrönt, lebte acht Jahre in Mailand,dann in Prag und Venedig. Und doch verdanken wir ihm unsterbliche Texte über die Askese, die meditative Abgeschiedenheit, "das einsame Leben". Zwei dieser auf lateinisch geschriebenen Texte sind nun zum ersten Mal in deutscher Sprache zu lesen: "De vita solitaria" zum erstenmal überhaupt, und "De secreto conflictu curarum mearum" zum erstenmal seit einem Jahrhundert wieder. Der Gegensatz zwischen ländlicher Kontemplation und städtischer, gesellschaftlicher Zerstreuung ist ihr Grundthema, sowie ihr Verfasser zwischen der Sehnsucht nach Muße und neugieriger Weltlust, ehrgeiziger Dichterleidenschaft und ruheloser Frauenliebe hin- und hergerissen war
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.09.2004
Zwei Petrarca-Texte enthält dieser Band, informiert uns Jan Wagner, von denen der eine, "Secretum meum" - "Mein Geheimnis", nun erstmals aus dem Lateinischen übersetzt wurde. Im Grunde umkreisen beide Abhandlungen des legendären Renaissancedichters das gleiche Thema: das Leben in der Abgeschiedenheit von der geschäftigen Welt, das Leben in Einsamkeit und Stille, das auf Einkehr, fröhliche Muße und inneren Reichtum setzt. In der längeren der beiden Schriften, "Das einsame Leben", entstanden 1346 in der Vaucluse, wo Petrarca zurückgezogen lebte, setzt der Autor Weltlichkeit und Innerlichkeit gegeneinander, wobei er, wie Wagner erläutert, viele Philosophen zu Kronzeugen seiner Haltung erklärt. In "Mein Geheimnis" dagegen stelle der Verfasser sein eigenes Leben zur Disposition - aus diesen Gründen wurde der Text auch zu Lebzeiten Petrarcas nicht publiziert, merkt Wagner an. Dem Dichter selbst sei die Balance zwischen Abgeschiedenheit und Reiseaktivitäten, dichterischem Ruhm und schöpferischer Stille auch nicht so richtig geglückt, fügt der Rezensent hinzu. Diese Balance hätte Petrarca eigentlich nur in seiner Dichtung gefunden, die den Lesern noch heute wunderbare Passagen über die Liebe etwa oder viele geistreiche Einlassungen über Gott und die Welt beschere.
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Uangenehm plausibel
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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