Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frederik Hetmann

Reisender mit schwerem Gepäck

Die Lebensgeschichte des Walter Benjamin

Cover: Reisender mit schwerem Gepäck

Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2004
ISBN-10 3407809247
ISBN-13 9783407809247
Gebunden, 296 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Walter Benjamin (1892-1940) gilt als eine der bedeutendsten Gestalten der deutschen Literatur und Philosophie des letzten Jahrhunderts. Zu Lebzeiten war er ein schwer einzuordnender Außenseiter, umgekommen ist er auf der Flucht vor der Gestapo. Die faszinierende Lebensgeschichte eines Menschen, dessen Impulse und wegweisende Sicht der Moderne bis heute Horizonte öffnen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.08.2004

Hocherfreut nimmt Siggi Seuss dieses Buch auf, das nun auch jugendlichen Lesern den von ihm offenbar sehr bewunderten jüdischen Denker Walter Benjamin nahe bringen möchte. Kein einfaches Unterfangen, schätzt Seuss, eher ein Hochseilakt, bei dem der Autor stets in Gefahr ist, in den Abgrund der Vereinfachung oder den der Unverständlichkeit abzustürzen. Frederik Hetmann beginnt Benjamins Lebensgeschichte vom Ende her zu erzählen, beginnend in der Nacht, in der Benjamin - aus Verzweiflung über seine drohende Abschiebung nach Nazi-Deutschland - sich eine tödliche Dosis Morphium schluckt. Im folgenden lässt er Benjamins Leben Revue passieren, bis zurück in die großbürgerliche Kindheit in Berlin. Dabei schlage sich Hetmann als Hochseilartist recht glänzend, freut sich Rezensent Seuss, auch wenn er ihn in einigen "furchterregend philosophendeutschen Passagen" ein wenig schlingern sieht. Doch wer diese schadlos passiere, werde belohnt, versichert Seuss.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren